Blackfield Festival - Von der Idee zum Zwillingsevent

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INTERVIEWPARTNER
MARTIN ZOWISLOK
DATUM
10.03.2011
ORT
Bochum

Das Blackfield Festival hat sich zu einem festen Termin in der Szene gemauster. In diesem Jahr wird es erstmals als Zwillingsevent in Gelsenkirchen und Querfurt stattfinden. Wir sprachen mit MARTIN ZOWISLOK. Er ist Mitglied des Organisationsteams.

Ben: Hallo Martin, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, mir ein paar Fragen zum Blackfield Festival, deiner Arbeit im Orga-Team und auch zu dir zu beantworten. Sag bitte ein paar Worte zu deiner Person. Wer bist du und was sind deine Aufgaben im Orga-Team des Blackfield Festivals.

Martin: Ich bin Veranstaltungskaufmann und in erster Linie für die grafischen und schriftlichen Angelegenheiten, die für die Darstellung und Bewerbung des Blackfield Festivals notwendig sind, zuständig.

Ben: Welche Köpfe stecken hinter dem Blackfield Festival und wie entstand die Idee?

Martin: Die drei Geschäftsführer der Blackfield Events GmbH sind Pedram Sadighi (neuwerk Music Management), Dirk Verseck (Headline Concerts) und Dirk Zimmer (Matrix Bochum). Sie sind langjährige Partner und hatten die Idee eines Szenefestivals, das mitten im Ruhgebiet stattfindet und sich klar von anderen Festivals abgrenzt.

Ben: Wenn man ein Festival das erste Mal durchführt, ist der Erfolg schwer abzusehen. Man weiß nicht, wie das Event bei den Besuchern ankommt und welche Schwierigkeiten sich vor Ort ergeben. Wie war das beim ersten Blackfield Festival?

Martin: Das erste Blackfield Festival war für uns alle besonders aufregend. Wir waren so angespannt und darauf bedacht, alles richtig zu machen, dass die Zeit wie im Fluge vorbeiging. Als dann die ersten positiven Besucherresonanzen bei uns angekommen sind, fiel uns ein Stein vom Herzen. Es gab natürlich auch den einen oder anderen Punkt, den wir in den darauf folgenden Jahren verbessern mussten, doch für ein Debüt haben wir gute Arbeit geleistet.

Ben: Während des Festivals steht das Team ja stark unter Storm. Wie empfindet ihr die Atmosphäre und die Stimmung des Publikums?

Martin: Sobald sich die Pforten öffnen und die ersten Klänge aus der PA schallen, sind alle auf dem Gelände eine große Familie. Man verspürt ein ganz eigenartiges Gefühl von Zusammengehörigkeit. Alle tanzen, singen und haben dabei „Spaß in den Backen“. Das färbt auf die Künstler und auch Organisatoren ab – man gehört dazu und ist stolz ein Teil des Ganzen zu sein. Das Amphitheater trägt dazu einen großen Teil bei und wir sind überzeugt, dass es auf der Burg Querfurt ebenfalls so werden wird.

Ben: Bekommt ihr Rückmeldungen über Positives und Negatives? Und kannst du ein paar besondere Beispiele nennen?

Martin: Oh ja, wir bekommen zum Beispiel jährlich mehrere Hundert Feedbackbögen zurück, die glücklicherweise durchgehend positiv ausfallen. Was nicht heißt, dass konstruktive Kritik fehlt – ganz und gar nicht. Das Publikum ist schonungslos ehrlich. Das Festival ist für die Besucher, daher ist uns ihre Kritik enorm wichtig. Nur so können wir es besser machen. Jahr für Jahr gibt es im Programmheft zum Festival einen Fragebogen, den die Besucher am Merchandise-Store abgeben können. Aber auch über Facebook und Twitter kommt viel Feedback an.

Ben: Gab es schon einmal Probleme während eines Festivals? Wenn ja, welcher Art waren sie?

Martin: Den größten Nervenkitzel hatten wir im letzten Jahr, als SONO im Stau standen und es nicht rechtzeitig zum Festival geschafft haben. Aus diesem Grund sind sie auch in diesem Jahr wieder dabei. Das Einhalten des Zeitplans gehört zu den obersten Prioritäten auf und hinter der Bühne. Jeder Arbeitsablauf wird sorgfältig vorbereitet und berücksichtigt, aber gegen derartige Einwirkungen kann man nicht viel machen – man muss improvisieren und das Problem schnell lösen. In diesem Fall konnten wir mit der Band TRAUMTÄNZER kurzfristig für Ersatz sorgen.

Ben: Welche Rückmeldungen bekommt ihr von den Künstlern?

Martin: Die Künstler waren bisher alle begeistert. Ob ASP, VNV NATION oder auch SCHANDMAUL, die in diesem Jahr zum zweiten Mal auf dem Blackfield Festival spielen werden, haben alle den Wunsch geäußert wieder bei uns spielen zu wollen. Die Atmosphäre ist gerade im Amphitheater durch die Nähe zum Publikum einmalig und schlägt sich auch auf die Stimmung positiv nieder.

Ben: Wie entstand die Idee, aus dem Blackfield ein Zwillingsfestival zu machen?

Martin: Die Idee, ein zweites Blackfield Festival zu veranstalten, ging uns von Anfang an durch den Kopf. Um ein weiteres Festival-Highlight auf die Beine zu stellen, musste allerdings etwas Besonderes her. Das Amphitheater Gelsenkirchen ist eine perfekte Location. Sie ist an Charme, Qualität und den örtlichen Bedingungen kaum zu übertreffen. Ein weiterer Standort musste ebenfalls unverwechselbar sein und zum Blackfield Festival passen.

Ben: Warum die Burg Querfurt? War der Unterschied modern versus historisch mit ausschlaggebend?

Martin: Die Burg Querfurt entspricht diesen Kriterien auf ganzer Linie und ist als Festival-Location bestens geeignet. Schon von Weitem ist ihr Umriss ein Erlebnis. Sie ist die größte Burg in Mitteldeutschland und setzt der Begeisterung keine Grenzen. Gemeinsam mit dem dort ansässigen Team, werden wir der Szene im kommenden Jahr gleich zwei familiäre und gut organisierte Festivals mit einem tollen Line-Up bieten.

Ben: Gab es Vorbilder an denen ihr euch orientiert habt?

Martin: Ein Zwillingsfestival der schwarzen Szene hat es bisher nicht gegeben – wir sind das erste dieser Art und haben zumindest aus dem Gothic-Bereich nichts Vergleichbares als Vorbild.

Ben: Wird es auch in Zukunft bei dem Konzept mit nur einer Bühne bleiben?

Martin: Davon kann man im Moment ausgehen. Eine weitere Bühne ist zum Beispiel im Amphitheater Gelsenkirchen logistisch kaum umsetzbar. Zwar hat das Amphitheater noch eine kleine Bühne, doch die ist eher als Podium für das Rahmenprogramm geeignet. Außerdem sehen wir es auch als ein deutliches Plus und Merkmal des Blackfields an, dass wir nur eine Bühne haben und die Besucher und Künstler keine Überschneidungen in Kauf nehmen müssen.

Ben: Vielen Dank Martin, für deine ausführlichen Antworten. Ich hoffe die Leser haben jetzt einen tieferen Einblick in das Blackfield Festival werfen können.

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"MARTIN ZOWISLOK stellt das Blackfield Festival vor."