The Fall
Los Angeles, 1915. Der Stuntman Roy Walker (LEE PACE) liegt nach einem Arbeitsunfall querschnittsgelähmt im Krankenhaus. Er verliert nicht nur seinen Job, sondern auch seine Freundin und plagt sich mit Selbstmordgedanken. Auf die Kinderstation des gleichen Krankenhauses hat es auch Alexandria (CATINCA UNTARU) verschlagen. Die wissbegierige Sechsjährige ist die Tochter einer Einwandererfamilie und hat sich bei der Arbeit in einer Obstplantage den Arm gebrochen. Alexandria und Roy treffen aufeinander und werden Freunde, als Roy beginnt, der Kleinen eine spannende Abenteuergeschichte zu erzählen. Darin trachten fünf Helden aus unterschiedlichen Gründen dem gleichen Bösewicht nach dem Leben und jagen ihn auf ihrem Rachefeldzug durch ein fantastisches Indien. In Roys Erzählung verweben sich nach und nach Fiktion und Realität, Erlebnisse und Personen des Krankenhausalltags finden ihre Rolle in dem großen Abenteuer. Alexandria soll das Krankenhaus bald verlassen und die Geschichte steuert auf ihr Ende zu, doch Roy hat all seinen Lebensmut verloren und bittet das unschuldige Mädchen um einen folgenschweren Gefallen...
Die vierjährige Produktion von TARSEM SINGHS ("The Cell") Meisterwerk „The Fall“ wurde bereits 2006 abgeschlossen. 2009 soll er nun endlich auch in Deutschland in die Kinos kommen. Der Film bietet Bildgewalt und eine tolle Geschichte, untermalt von einem mitreißenden Soundtrack, von der ersten bis zur letzten Minute. Die Rahmenhandlung wird von der zauberhaften CATINCA UNTARU getragen, deren schauspielerische Fähigkeiten mehr als beeindrucken und auch LEE PACE (bekannt aus der TV-Serie "Pushing Daisies") glänzt in einer Doppelrolle als Roy und maskierter Bandit. Die erfundenen Geschichten gleichen Tausendundeiner Nacht und offenbaren märchenhafte Landschaften, Farben und Muster, die zum Teil an Kunstwerke von Frida Kahlo oder Salvador Dalí erinnern. Und wie bei diesen Künstlern mangelt es „The Fall“ am Ende auch nicht an einer ordentlichen Portion Gewalt und Tragik, die beweisen, dass Märchen meistens doch eher für Erwachsene sind. Allein eine kleine stilbrechende Episode gegen Ende des Films und seine relative Länge lassen „The Fall“ an der Höchstwertung vorbeischrammen.
Fazit: Ungemein beeindruckende Unterhaltung!




