Delicatessen (WA)

CD-Cover
REGIE
Jean-Pierre Jeunet und Marc Caro
BUCH
Jean-Pierre Jeunet, Marc Caro und Gilles Adrien
LAUFZEIT
99 min
VERLEIH
Neue Visionen Filmverleih
START:
13.11.2008

FOTOS

Ein heruntergekommenes Mietshaus steht allein in einer dunstverhangenen, post-apokalyptischen Einöde. Die Bewohner sind allesamt bizarre Zeitgenossen, die sonderbaren Tätigkeiten nachgehen. Während ein Kellerbewohner Schnecken und Frösche züchtet, zwei Handwerker mit perfektionistischem Ehrgeiz muhende Spieldosen bauen und die verrückte Aurore (SILVIE LAGUNA) unablässig versucht, sich auf diverse Arten das Leben zu nehmen, kommt dem Metzger Clapet (JEAN-CLAUDE DREYFUS) die wichtige Aufgabe zu, die Bewohner des Hauses mit Fleisch zu versorgen. Als Geld werden getrocknete Linsen und Mais gehandelt, denn Nahrung ist rar. Das hat allerdings auch zur Konsequnez, dass Clapet die neuen Hausmeister nach ganz besonders "fleischeslustigen" Kriterien einstellt... Probleme tauchen auf, als Louison (DOMINIQUE PINON) den Job übernimmt, ein ehemaliger Clown und ein netter Kerl, der nicht nur Leben und Freude ins Haus bringt, sondern sich auch in die Metzgerstochter Julie (MARIE-LAURE DOUGNAC) verliebt…

„Delicatessen“ von MARC CARO und JEAN-PIERRE JEUNET (Regisseur von „Die Fabelhafte Welt der Amelie“) stammt aus dem Jahr 1991, wird aber vom Verleih NEUE VISIONEN noch einmal ins Kino gebracht (WA). Schon damals fand der FIlm international Beachtung und erlangte durch das bizzare Thema und die sehr spezielle Inszenierung einen gewissen Kultstatus.
Damals wie heute ist vom Zuschauer allerdings auch guter Wille gefordert: Die Geschichte um Louison und Julie ist denkbar kurz, vorhersehbar und für viele bestimmt auch etwas langweilig. Die Charaktere, das Setting und die Dialoge sind vollkommen absurd. Das Herzstück des Films jedoch sind die farblichen, akustischen und schnitttechnischen Spielereien und die Vermischung verschiedener Genres. Der Stil der Bilder erinnert manchmal an einen Comic, manchmal an eine Collage. Die Aufmachung lässt den Zuschauer an „Die Fabelhafte Welt der Amelie“ oder Filme von TIM BURTON denken und der Humor würde MONTY PYTHON keine Schande machen. Wer auf gekonnt verpackten, skurrilen Nonsens steht, ist in jedem Fall mit einem (vielleicht erneuten) Besuch von „Delicatessen“ gut beraten.

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AUTOR

Mareike
Mareike

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