DOWN BELOW, SOON
Es war erst zwei Tage her das ich dem Logo einen Besuch abstattete – und so fühlte es sich ein bisschen an wie ins eigene Wohnzimmer zu kommen. Das Hamburger Wetter zeigte sich von seiner unfreundlichen Seite und unfreundlich empfand ich auch die knappe handvoll Leute, die sich bei meinem Eintreffen erst im Logo eingefunden hatte.
Die erste Headliner Tour von DOWN BELOW neigte sich an diesem Abend dem Ende zu – und ich war gespannt darauf wie die Roßlauer sich seit ihrem Erfolg beim Bundesvision Songcontest (3.Platz mit „Sand In Meiner Hand“) entwickelt haben.
Schon beim Konzert von LACRIMAS PROFUNDERE zwei Abende vorher, diskutierte ich mit meiner Begleitung über diese zwei nicht wirklich gut sichtbaren Stufen, welche man hochgehen muss um zum Merchandise - Stand zu gelangen. Als ob wir es geahnt hätten, wurden eben diese Stufen einem Musiker dieses Abends zur bösen Falle – vielleicht sollte man mal etwas unternehmen, bevor es mal nicht so glimpflich endet wie an diesem Abend.
SOON aus Hamburg, die mir bis dato völlig unbekannt waren, eröffneten gegen 21 Uhr den Abend. Die Jungs erweckten schon beim ersten Song mein Interesse mit ihrem emotionalen Düsterrock. Flotte Rocknummern und atmosphärische Tracks ohne viel Schnickschnack, die zudem sehr sauber abgeliefert wurden machten Lust auf mehr. Die klare Stimme von Sänger ERIC hat meiner Meinung nach einen ganz besonderen Wiedererkennungswert und verschmilzt perfekt mit dem toughen Sound. Angesichts der Tatsache, dass es für SOON ein Heimspiel war, hätte ich aber schon etwas mehr Fans der Band erwartet. Ein Manko gab es aber leider, das veranlasste mich – wie einige andere Leute auch – den Weg nach draußen zu suchen – es war viel viel zu laut – bei den paar Leuten wäre das überhaupt nicht nötig gewesen.
Kurz danach war dann Showtime für DOWN BELOW – leider hatten sich zwischenzeitlich auch nicht mehr Leute eingefunden – was für einen Tourabschluss natürlich einen bitteren Beigeschmack erzeugte. NEOSCOPE & Co ließen sich davon allerdings nichts anmerken – extrem professionell und als ob man vor 1000 Leuten stehen würde – gab man die Songs zum Besten. NEOSCOPE brauchte auch nicht lange die wenigen Anwesenden komplett in Bewegung zu bringen. Es ist doch immer wieder erstaunlich wie viel Energie die Jungs auf der Bühne entwickeln. Leider ließ man bis auf zwei Ausnahmen das erste Album „Silent Wings: Eternity“ wieder außen vor – was ich persönlich immer wieder schade finde – bin ich doch eher Fan des ersten Albums. Erfreulich war aber trotzdem, dass die Songs von „Sinfony 23“ live rockiger rüber kommen als auf der CD. Zur Freude der Anwesenden gab man mit „Keine Einzige Träne“, „Frei“ und „Euphorie“ drei neue Stücke zum besten, die komplett in Deutsch gehalten sind. Besonders „Euphorie“ dürfte wohl zum Ohrwurm avancieren. Musikalisch schwebt man auch weiterhin zwischen Gothic Rock, Dark Wave und dem gewissen schon typischen Pop-Einschlag.
Instrumental wie immer sehr professionell – musste ich aber leider erneut feststellen, dass NEOSCOPE bei manchen hohen Tönen etwas in Schieflage gerät. Wie gewohnt hatte man auch wieder den einen oder anderen Scherz parat – so wurde MR. MAHONY zur „Dark Queen“ des Abends bestimmt und auch wenn die „Beziehung“ zwischen Gitarrist CARTER und NEOSCOPE dank des Pfeilers auf der Bühne etwas gestört war, klappe das Zusammenspiel. Und auch die für einen Tourabschluss schon erwarteten Späße durften nicht fehlen, so bekam der Busfahrer sein Fett weg und man bemerkte wie schnell es doch geht sich ins Abseits zu quatschen. Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Abend mit klasse Musik und es ist DOWN BELOW Respekt zu zollen, dass man bei so wenig Publikum so eine Show abziehen kann. Hoffentlich geht der Weg der Jungs weiter bergauf und noch mehr Leute können sich für sie Begeistern. Schöner Abschluss eines schönes Wochenendes.
Setlist SOON:
1. Grown Apart
2. Another Try
3. Just An Illusion
4. Our Isolation
5. My Ideas
6. All I Wanted
7. High Time
8. Estrangement
9. Desperate
10. Buried
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11. Without A Trace
Setlist DOWN BELOW:
1. Sinfony 23
2. Highest Point
3. Keine Einzige Träne
4. Private Soul Security
5. Empty
6. Sand In Meiner Hand
7. Run Away
8. Frei
9. On My Way
10. Lovely Places
11. Down Below
12. Heal
13. Dark Queen
14. Euphorie
15. Question
16. Angel
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17. Unter Eis
18. Kill Your Ego
19. How To Die In Space





