P2 - Schreie Im Parkhaus
Es ist Heiligabend und schon ziemlich spät am Abend, alle Mitarbeiter sind schon auf dem Nachhauseweg oder im Aufbruch begriffen. Nur die junge, ehrgeizige Angela (RACHEL NICHOLS) ist noch immer im Büro und schiebt die Teilnahme an der geplanten Familienfeier zugunsten der Arbeit immer weiter hinaus. Irgendwann sind alle anderen weg uns sie ist ganz allein mit dem Nachtwächter Karl (PHILIP AKIN). Da beschließt auch Angela, dass es an der Zeit wäre, endlich zur Familiefeier dazuzustoßen. Wenn das nur so einfach wäre - denn ihr Auto startet plötzlich nicht mehr. Parkwächter Tom (WES BENTLEY) ist gleich zur Stelle und versucht, ihr Starthilfe zu geben. Leider bleibt dieser Versuch erfolglos und so versucht Angela ihr Glück mit einem Taxi. Doch der Nachtwächter ist auf einmal nirgendwo zu sehen und der Ausgang ist auch versperrt, so muss Angela doch noch einmal durch die Tiefgarage gehen, um zum Taxi zu gelangen. Aber auch dort ist die Einfahrt vergittert und fest verschlossen. Langsam kommt Panik auf. Dann gehen die Lichter im gesamten Parkhaus aus. Blende. Angela erwacht im Abendkleid und am Fußgelenk angekettet vor einem festlich gedeckten Tisch – und ihr Entführer hat scheinbar alle Zeit der Welt, um seine seit langem angebetete Angela davon zu überzeugen, dass er der Richtige für sie ist.
P2 war, zugegebenermaßen, eine richtige Überraschung – zumal der Film mit dem etwas dümmlichen deutschen Untertitel „Schreie Im Parkhaus“ versehen worden ist. Ich muss gestehen, ich war voreingenommen und habe den Film auf den ersten Blick sehr weit in der Trash-Liga einsortiert, jenseits der B- und C-Movies. Aber das wird dem Film ganz und gar nicht gerecht. Trotz - oder gerade wegen des beengten, beklemmenden Schauplatzes und der sparsamen Ausstattung wirkt die Angst sehr echt und unmittelbar. Ich meine, ein jeder war doch schon einmal in einer Tiefgarage und den meisten wird es so gehen wie mir: man will so schnell wie möglich wieder raus. RACHEL NICHOLS überzeugt als selbstbestimmte junge Frau fernab aller Horrorfilm-Klischees. Und das ist das wirklich beachtliche an diesem Film und nebenbei bemerkt auch der Grund, warum P2 wider Erwarten so viel Spaß macht. Ohne dabei zu viel verraten zu wollen, sei nur noch eins gesagt – mit Angela ist nicht zu spaßen.






