DE/VISION: Popgefahr
Achtung, hier droht Popgefahr! Und das ist nicht nur ein Spruch. „Popgefahr“ heißt nämlich das neuste Werk des Pop-Urgesteins DE/VISION.
Seit über zwanzig Jahren steht das Duo für Elektropop vom Feinsten. Allerdings ist es in den letzten drei Jahren sehr still um STEFFEN und THOMAS geworden. Nach dem vorletzten DE/VISION Album „Noob“ in 2007 hat sich das Duo erst einmal Gedanken über seinen weiteren Weg gemacht. Man wollte in Ländern Konzerte geben, die man bisher noch nicht besucht hatte.
Aus dieser Überlegung heraus wurden dann zwei US-Touren und auch Konzerte in einigen südamerikanischen Ländern gespielt. Auch haben DE/VISION in den letzten drei Jahren die Gründung eines eigenen Labels in Angriff genommen. Wie STEFFEN und THOMAS bemerken mussten, dauerte es einige Zeit bis ihr Label Popgefahr Records an den Start gehen konnte. Dafür konnte das gleichnamige Album in völliger Eigenregie erscheinen. Das Duo wollte nach nunmehr 20 Jahren des Schaffens einiges an Veränderungen herbeiführen und sich mit dem eigenen Label einen neuen Weg der Eigenständigkeit beschreiten. Die Idee, dem Album den gleichen Namen wie dem Label zu geben, entstand durch die Überlegung, dass man so ein Maximum an Aufmerksamkeit auf die Labelgründung und das neue Album lenken kann.
Das Album wartet mit zehn eingängigen Electropop-Tracks auf, die allesamt den typischen DE/VISION-Sound wiedergeben und zum Tanzen und Mitsingen einladen. Mit „mAndroids“ steht am Anfang ein hymnenartiger Opener mit roboterartigem Rhythmus, der sofort in Blut geht.
Die Album-Version von „Rage“ ist der zweite Track. Der startet mit einem sehr starken und präsenten Intro und wechselt dann in melodische Zwischenparts und harte Tönen mit wütend verzerrten Vocals im Refrain. Die Frage „What’s Love Is All About?“ wird mit dem dritten Song gestellt. Ein harmonisches und emotionales Stück, das die Gefühlstiefe in jedem Ton mitschwingen lässt. In gleicher Weise werden auch „Be A Light To Yourself“ und „Until The End Of Time“ präsentiert.
Den stärksten und forderndsten Song findet man an vierter Stelle des Albums mit „Time To Be Alive“: treibende Rhythmen und energiegeladene Vocals packen und geben das Thema des Songs ungefiltert wieder. Der Song wurde zusammen mit „Rage“ als Downloadsingle veröffentlicht und schaffte es, erstmalig in der DE/VISION Bandgeschichte, auf Platz eins der Deutschen Alternative Charts (DAC).
Mit „Plastic Heart“, „Ready To Die“, „Flash For Life“ und „Twisted Stories“ sind noch vier weitere großartige Popsongs auf der Scheibe zu finden, welche die Songwriterqualitäten und das perfekte Soundarrangement wiedergeben.
Der Name des Labels und Albums „Popgefahr“ ist ein von STEFFEN geprägter Begriff, den er in diversen Foren nutzt, um auf die immer wieder stattfindenden „Anfeindungen“ gegen die von DE/VISION produzierte „kommerzielle und Szene aushöhlende“ Popmusik zu reagieren.
Die Gefahr, von diesem neusten Machwerk ausgeht, besteht einzig und allein in eingängigen Melodien, starkem Sound und großartigem Textarrangements. Kurz gesagt in richtig gutem Electropop.
Das Album ist in zwei Versionen erhältlich. Zum eine die hier beschriebene und eine Limited Fanbox. Darin enthalten sind das Album in einem Digipack mit zwölf-seitigem Booklet, einer Promosingle, Magnetplatte mit Covermotiv, einem USB-Stick mit 2GB Speicher und sechs MP3s. Dazu gibt es noch ein Zertifikat (Fanbox auf 1500 Stück limitiert) und alles wird in einer silbernen Box geliefert.
mAndroid
Rage
What's Love Is all About
Time To Be Alive





