CEDIGEST: Walking In The Flesh
NoiTekk ist ein Label, das durch ein gut verlesenes Sortiment an Harsh-Electro bekannt geworden ist. Nun haben sie die Briten CEDIGEST unter Vertrag genommen und gemeinsam das Debütalbum „Walking In The Flesh“ veröffentlicht, das mit 13 Tracks aufwartet.
Das Besondere hierbei ist, dass das Sextett eigentlich aus der Sparte Metal kommt und nun sein metallenes Können mit harshen und technoiden Tönen verfeinert. Klingt spannend, also lauschen wir doch mal rein.
Die ersten Töne klingen schon einmal viel versprechend, doch irgendwie mag der Funke nicht überspringen. Der Sound ist einfach total falsch gepolt: Vocals zu leise, Synthesizer zu laut, alles verschwimmt irgendwie ineinander und das Ergebnis ist ein Brei aus Geräuschen. Beim zweiten Track ist es das gleiche Spiel. Schade, denn die Jungs haben echt was drauf und bringen sehr gute Ideen hervor. Aber hier macht die Gitarre alles kaputt.
Auch der dritte Track klingt einfach nur nach Püree. Dieser kommt ganz ohne Gitarren aus, aber irgendwie fehlen da die Höhen. Komisch, denn auch dieses Stück klingt vom Aufbau her sehr viel versprechend.
„All Will Be Lost“ und „Bound“, auch hier sind die Vocals zu leise. Hier stimmt aber der Rest und passt gut zusammen. Brachiale Soundgewitter treffen auf ausgetüftelte und melodische Synthesizerkonstrukte.
Das Intermezzo „Abbatoir“ klingt auch irgendwie schepp. Auch ist das wirklich schade, denn eigentlich wurde mit viel Fingerspitzengefühl ans Werk gegangen.
Auch beim Rest der Scheibe, den ich mir nur im Spulverfahren antun konnte, stellt sich keine Besserung ein. Immer wieder gibt es total geniale Arrangements zu hören, aber die Mischung ist einfach nur grottig.
Keine Ahnung, was da im Studio, beim Mischer, im Presswerk oder sonst wo schief gelaufen ist. Der Sound ist einfach nicht gut abgemischt. Es sind richtig schmucke Perlen auf dem Longplayer und in der richtigen Mischung hätten diese auch mein Herz höher schlagen lassen, doch leider, sind die Vocals stellenweise so leise, dass man sie nicht hören kann und die Gitarren, sowie einzelne Synthesizerspuren sind dermaßen laut, dass der fetzige Beat und die verzerrten Vocals sowie die ausgefrickelten und ideenreichen Arrangements einfach nur lärmend übertönt werden.
Schade, denn Potential ist hier durchaus vorhanden. Aber Bitte (!) für den nächsten Release einen anderen Mischer suchen!
Meine Empfehlung: Rückrufaktion und noch mal neu das Ganze. So ist es echt schade drum.









