TAKING DAWN: Time To Burn
TAKING DAWN kommen aus Las Vegas, der "Sin City" mitten in der Wüste Nevadas. Nirgendwo sonst auf der Welt liegen Leuchtreklame und Rinnstein, Erfolg und Scheitern so dicht beisammen, wie in der Metropole des Glücksspiels in den Vereinigen Staaten. Da erwartet man doch irgendwie instinktiv, dass sich in der Musik einer Rockband aus dieser Stadt, Licht und Schatten wiederfinden. Außerdem erwartet man eine gesunde Mischung aus Hochglanz-Rock und etwas erdigerem, dreckigem, verrauchtem Rock'n'Roll.
Hört man das Debüt der Band aus der Wüstenstadt, fällt sofort die absolut glatte Produktion ohne jegliche Ecken und Kanten auf. Erdig, dreckig und verraucht ist hier nicht viel. Trotzdem können TAKING DAWN gerade im Songwriting durchaus punkten. Gleich der Opener und Titeltrack "Time To Burn" macht nämlich die Marschrichtung klar: Es gibt guten, alten, klassischen Hardrock der Marke BON JOVI und SKID ROW, der mit einer Prise frischem Gitarrensound und leichten Metal-Anleihen modernisiert wurde. Diese Mischung dürfte auf jeden Fall höchst massentauglich sein und auch die Stimme von Frontmann CHRIS BABBITT weiß zu gefallen.
Auf Albumdistanz versteht es die Band auch immer wieder, gekonnt Highlights zu setzen, wie zum Beispiel mit dem eingängigen "Godless" oder "Never Enough", das direkt zum Mitgröhlen einlädt.
Insgesamt finden sich also auf "Time To Burn" genügend Highlights, so dass das Album nicht langweilig wird. Trotzdem sind die saubere Produktion und das aalglatte Songwriting durchaus Geschmackssache und wer doch eher auf den dreckigen Rock'n'Roll in Assoziation mit Whiskey, leicht bekleideten Damen und verrauchten Rockclubs steht, der dürfte bei den Labelkollegen AIRBOURNE besser aufgehoben sein. Wer aber auch auf gut gespielten, eingängigen, glatten Rock'n'Roll steht, der sollte durchaus einmal ein Ohr riskieren. Insbesondere Fans von BON JOVI dürften nicht enttäuscht werden.
Time To Burn
Godless
Fight'Em With Your Rock




