IMPERIAL VENGEANCE: At The Going Down Of The Sun
Darauf hat die Menschheit vermutlich gerade noch gewartet: ein Zwei-Mann-Projekt, das die glorreichen Zeiten des britischen Empires besingt. Nachdem KATAKLYSM in ihrem Nebenprojekt EX DEO das römische Kaiserreich besangen, ist das ja wohl der konsequente nächste Schritt. Doch über den Sinn und Unsinn eines solchen Projekts und des damit verbundenen selbst-generierten Genrenamens "Dark Aristocratic Metal" lässt es sich sicher vortrefflich mehrere Abend bei einem lauwarmen Pint Bier diskutieren, darum wollen wir uns an dieser Stelle aus der Debatte ausklinken und uns stattdessen lieber mit der Musik beschäftigen, die C. EDWARD ALEXANDER und DAVID BRYAN uns vorsetzen.
Der "Dark"-Anteil in ihrem Death-/Black-Metal-Mix besteht hauptsächlich aus beigemischten Keyboard-Sounds. Diese sollen wohl dazu dienen, dem Songmaterial eine breiter gefächerte, abwechslungsreichere Atmosphäre zu verleihen, doch gelingt das nur stellenweise. Atmosphärisch wird "At The Going Down Of The Sun" nämlich immer genau dann, wenn die Gitarren und die obligatorische Double-Bass Pause haben. Sonst wirken die Keyboards eher nach billig gemachten Effekten, die ihre Melodieführung im Nintendo-Sound herunternudeln ohne etwas zum Song bei zu tragen. Das Riffing selbst geht größtenteils in Ordnung, ist aber dennoch leider frei von jeglicher Innovation oder Inspiration. Jedes einzelne Riff klingt wie hundertfach gehört und auch sonst passiert auf den zehn Tracks des Albums herzlich wenig.
Als Fazit könnte man über "At The Going Down Of The Sun" sagen, dass es gut gemeint ist und sogar einige interessante Passagen enthält. Trotzdem fehlt der Spannungsbogen, weshalb das Album insgesamt aber maximal durchschnittliche Songs enthält.
6th Airborne Division
From Childhood's Hour









