HAVOL: Burn
Nachdem Thrash Metal in den letzten Jahren wieder sehr angesagt war, versuchten zahllose Bands und Labels ihr Glück indem sie den Sound der Bay Area der 80er Jahre wieder auferstehen ließen.
HAVOK sind eine der Bands, die mit "Burn" ebenfalls einen solchen Versuch starteten. Wie es im Thrash-Revival so üblich ist, zeichnet sich die Band dabei nicht gerade durch feinfühliges Vorgehen oder überdurchschnittliche Innovation aus, sondern macht einfach das, was EXODUS, TESTAMENT und Konsorten vor 30 Jahren schon bis zur Perfektion beherrschten: schnellen, harten Metal. Von dort aus ist es bekanntlich nicht mehr weit bis zur musikalischen Belanglosigkeit, denn mangelnder Abwechslungsreichtum und die Tücken der stumpfen Abgedroschenheit der Songs lauern überall. Diesen Gefahren entgehen HAVOK durch zahlreiche Tempowechsel und geschickte Arrangements weitestgehend.
So ist der Band aus Denver mit "Burn" also auch ein beachtliches Debüt gelungen, das zwar nicht unbedingt zu den facettenreichsten seiner Art gehört, aber das ist im Thrash-Metal ja auch nicht das oberste Gebot. Stattdessen gibt es solide Kost, die an einigen Stellen noch ausbaufähig ist. Insofern fehlt der Band zwar noch das gewisse "Etwas", das die Genregrößen ausmacht, aber sie sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. "Burn" ist auf jeden Fall trotz des geringen Abwechslungsreichtums eine Scheibe, die jeder Thrasher lieben wird.
The Root Of Evil,
Afterburner,
Identity Theft




![szenenbild_[REC] 012.jpg szenenbild_[REC] 012.jpg](http://www.the-spine.de/files/imagecache/gp_list_preview_square/node_images/b0d953f4fe29b424.jpg)

