Wenn man auf MATTHAU MIKOJAN zu sprechen kommt, fällt wohl in den meisten Fällen immer als erstes "Ach das ist doch der kleine Bruder vom Ex-NEGATIVE Gitarristen SIR CHRISTUS." Wen das nicht weiter interessiert, der hat vielleicht noch mitbekommen das Herr MIKOJAN mit seiner Band BLOODPIT vor allem in Finnland schon einige Erfolge verbuchen konnte. Seit 2007 ist MATTHAU solo unterwegs und leider wurden seine Alben bisher in Deutschland noch recht wenig beachtet. Auf der im März anstehenden Tour kann man sich aber gern von seinen musikalisch beachtlichen Fähigkeiten überzeugen, vorher nahm sich MATTHAU noch die Zeit uns einige Fragen zu beantworten.
Andrea: Lass uns als erstes über deine Musik reden – die meisten unserer Leser kennen dich vielleicht noch von BLOODPIT – von denen du dich 2007 getrennt hast. Beschreib uns doch was das charakteristische an deiner Musik ist.
Matthau: Unsere Musik ist sehr am Rock’n’Roll orientiert. Das Debütalbum („Matthau Mikojan“ 2008) war für mich ein Abenteuer um Dinge auszuprobieren die ich mit BLOODPIT nicht machen konnte. Das zweite Album („Mania For Life“ 2009) ist ein bisschen härter und dynamischer. Wir sind eine Rock’n’Roll-Band was immer das auch heißt.
Andrea: Schreibst du alle Texte und die Musik selbst? Um was geht es in deinen Songs?
Matthau: Zu 95 % schreibe ich alles selbst. Auf „Mania For Life“ ist ein Song „Cruel Mistress“, den ich zusammen mit dem Produzenten LEX LUTHOR geschrieben habe und bei „Threw Time Away“ hat unser Schlagzeuger SIMO STENMAN einige Zeilen beigesteuert. Unsere Songs sind kleine Geschichten, manchmal Gedanken und Meinungen, fast so als würde man Tagebuch schreiben. Zum Beispiel habe ich „Time To Be Remembered“ an einem freien Tag geschrieben während wir im Oktober 2008 in Deutschland auf Tour waren. Er fast zusammen was wir auf der Tour erlebt haben. „Gypsy Eye“ handelt über Dinge, die im Wild At Heart in Berlin geschehen sind.
Andrea: Was inspiriert dich?
Matthau: Meinst du generell? Das Leben ist sehr inspirierend.
Andrea: Was war der Hauptgrund für dich Musiker zu werden?
Matthau: Der Fakt, dass mein Vater ein Rockstar war. Er war Gitarrist und Gründungsmitglied der finnischen Band POPEDA bis er während eines Soundchecks 1986 starb. Außerdem hatten wir immer Gitarren im Haus rumliegen und Musik war immer präsent. Ich denke nicht das ich nie etwas anders machen wollte aber es gab keinen anderen Weg für mich.
Andrea: Fühlst du dich als Soloartist wohler oder ist es besser eine Band um sich zu haben?
Matthau: Ich mag es lieber eine Band um mich zu haben. MATTHAU MIKOJAN ist auch eine Band. Ich war nur für weniger als ein Jahr allein. Das erste Album war ein Soloalbum aber seitdem sind wir eine Band.
Andrea: Dann lass uns über deine Band reden. Ich habe gelesen, dass euer Bassist TEEMU die Band verlassen hat? Ist es schwierig die richtigen Leute für eine Band zu finden?
Matthau: TEEMU hat die Band nicht offiziell verlassen. Er hatte ein schweres Jahr und braucht etwas freie Zeit. Er ist eine der großartigsten Persönlichkeiten, die ich jemals kennen gelernt habe und er ist immer willkommen wenn er wieder dabei sein will. Zum Glück haben wir den fantastischen JANNE SUNDVALL gefunden, um seine Lücke aufzufüllen.
Andrea: Eure Deutschlandtour startet im März – magst du Deutschland und deine Fans hier?
Matthau: Wir sind aufgeregt wir kleine Kinder. Deutschland war immer gut zu mir.
Andrea: Was war das witzigste was dir bisher in Deutschland passiert ist?
Matthau: Ich bin mal zu einem Soundcheck gegangen und vor eine Glastür gerannt. Ich hatte meine Sonnenbrille auf und konnte die Tür nicht sehen. Viele Leute haben das gesehen und das war mir echt peinlich. Es gibt viele „Road Stories“ aber leider kann ich die nicht alle erzählen. Das würde uns in Schwierigkeiten bringen.





