ISHAHN: After
Mit "After" veröffentlicht der Ex-EMPEROR-Frontmann ISHAHN sein neues Soloalbum. Und wenn er es sich in seiner zweijährigen Schaffenspause, die dem Album voran ging, selbst nicht einfach gemacht hat, so macht er es seinen Hörern jetzt umso schwerer. Den Black Metal hat ISHAHN weit hinter sich gelassen. Sein neuestes Produkt schwankt zwischen sphärischen Klangteppichen mit zahllosen OPETH-Zitaten, gelegentlichen Knüppel-Einlagen und für Normalsterbliche nicht nachvollziehbaren Noise-Einlagen. Wobei gerade letztere durch das Saxophon, gespielt von JORGEN MUNKEBY (SHINING), in allen erdenkbaren dissonanten Tonlagen um die Riffs herum arrangiert wurden.
Insbesondere das Saxophon ist bei dieser Art von Musik natürlich ein echter Hinhörer und verleiht dem Sound, den ISHAHN auf "After" erschafft eine eigene, unverwechselbare Note. Gleichzeitig schaffen es ISHAHN und JORGEN aber auch, das Saxophon-Geplärre teilweise derart nervig und stressig gegen die Riffs laufen zu lassen, dass man einfach nur genervt ist und schon die ersten Anflüge von Kopfschmerzen verspürt.
Deshalb dauert es lange, bis "After" seine Wirkung auf den Hörer voll entfalten kann und verlangt dem Zuhörer ein enormes Maß an Geduld ab. Doch wer die Geduld aufbringt und die Durststrecke der ersten paar Durchläufe übersteht, dem offenbart sich ein breit gefächertes Album mit abwechslungsreichen Arrangements und vielschichtigen Songs, die bei jedem Durchlauf neue Facetten offenbaren.
Fragt sich nur, wer genug Geduld aufbringt, um die Phase des Hörens zu erreichen, in der ISHAHN Spaß macht.
Alles - aber erst nach mehreren Durchläufen...



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