MARKUS HEITZ über "Die Zwerge Live"
Am 9. Februar 2010 fand in München die Uraufführung einer ganz besonderen Show statt. Synchronsprecher JOHANNES STECK führte mit Unterstützung von CORVUS CORAX das Fantasy-Epos von MARKUS HEITZ „Die Zwerge“ auf. Wir sprachen mit dem Autor.
Yvonne: Hallo MARKUS, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten. Die Premiere von "Die Zwerge Live" war ein voller Erfolg. Hast du das vorher erwartet?
Markus Heitz: Ich kenne JOHANNES und wusste, dass er mit vollem Engagement zur Sache geht, und ich wusste auch, wie viel Planung und Organisation in der Sache. CORVUS CORAX sind Vollprofis und haben Spaß an so einem Projekt – was sollte da noch schief gehen? Im Ernst: Das Publikum hat begeistert reagiert, und das hat mich sehr gefreut. Einmal für die Darsteller, und dann natürlich auch für „Die Zwerge“. Ich selbst fand es super.
Yvonne: Bist Du mit der Umsetzung zufrieden? Wurden Deine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt?
Markus Heitz: Ja. Und ich habe Respekt davor, die vielen hundert Seiten auf eine solche überschaubare Menge Text einzukochen. Besonders stark ist, wie CORVUS CORAX in die Darbietung eingebunden werden und nicht nur rum stehen und Musik machen. Das kam bei mir und dem Publikum besonders gut an.
Yvonne: Wie war es für dich der Lesung eines deiner Werke beizuwohnen, ohne selbst lesen zu müssen?
Markus Heitz: Ich saß im Hotel und dachte: Cool. Das ist die erste meiner Lesungen, bei der ich nichts machen muss. Mir hat es Spaß gemacht, die Story von der anderen Seite zu hören und darauf zu achten, wo JOHANNES gekürzt hat und was er ein wenig ändern musste.
Yvonne: Wer hatte die Idee zu "Die Zwerge Live"?
Markus Heitz: Das hat alles JOHANNES angeleiert. Er ist der Hörbuchsprecher der Zwerge und vieler anderer meiner Bücher. Das hat ihm so viel Spaß gemacht, dass er es in klassischer Schaustellermanier darbieten wollte, mit Erzähler und mit Musik. Meine Hochachtung vor dem, was er und sein Team sich dafür alles auf die Schulter geladen haben.
Yvonne: Wie kam die Zusammenarbeit von CORVUSCORAX mit JOHANNES STECK zustande?
Markus Heitz: Er hat sie einfach gefragt. So kam es zustande. Für „Die Zwerge“ ist es die perfekte Band, die mit ihren Dudelsäcken, Pauken und anderen sehr kernigen Instrumenten ausgezeichnet passt. Streicher hätten hier weniger Sinn ergeben.
Yvonne: Kanntest du CORVUS CORAX vorher schon?
Markus Heitz: Aber sicher! Manche CD von ihnen ist im Hintergrund gelaufen, als ich über die Zwerge geschrieben habe. Umso schräger ist es, wenn die Band dann live zu dem Buch spielt.
Yvonne: Wie viel Einfluss hattest du als Autor auf diesen Event?
Markus Heitz: Gelegentlich hat mich JOHANNES um meine Meinung gebeten, aber letztlich haben natürlich JOHANNES und sein Regisseur entschieden. Einfluss hatte ich gar nicht.
Yvonne: Hast du was von der Zusammenarbeit mitbekommen? Wie gestaltete sie sich?
Markus Heitz: Auch das ging ohne mich, aber ich glaube, sie haben viel Spaß gehabt.
Yvonne: Das Buch musste für diese Veranstaltung ja gekürzt werden. Wer hat diese Kürzungen vorgenommen?
Markus Heitz: JOHANNES hatte zuerst die Hörbuchfassung genommen und damit gearbeitet, aber es stellte sich schnell raus, dass er anders rangehen musste. So entstand die neuste Fassung, die nochmals gestrafft wurde, die aber doch eng am Buch bleibt.
Yvonne: „Die Zwerge“ sind deine erfolgreichsten Bücher. Ist so eine Umsetzung in der Art von „Die Zwerge Live“ auch für eines deiner anderen Werke geplant? Wenn ja, für welches?
Markus Heitz: Das weiß ich gar nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass bei
entsprechendem Erfolg auch weitere „Zwerge“-Bücher von JOHANNES umgesetzt werden könnten. Das muss aber er entscheiden.
Yvonne: Im März startet die "Judassohn-Tour" quer durch Deutschland. Auch sie wird eine Mischung aus Lesung und Musik sein. War "Die Zwerge Live" Vorbild hierzu?
Markus Heitz: Nein, denn die beiden Veranstaltungen kann man nicht vergleichen. Ich bin kein Schauspieler wie JOHANNES und habe vieles von dem, was er beherrscht, nicht gelernt. Es wird ruhiger sein, die Texte und die Musik sind total verschieden. Aber ASHERAH LATIFAH, PERSEPHONE und ich geben alles.


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