The Christmas Ball 2009
Knapp 2000 Menschen strömten am 27. Dezember 2009 in das Capitol am Schwarzen Bär 2 in Hannover, um ein Weihnachtsfestival der dunklen Art zu feiern. Fünf Bands hatten in die Räume des ehemaligen Kinos geladen, welche sich als geradezu genial erwiesen. Die Fans hatten die Möglichkeit sich im Innenraum nahe an die Bühne zu begeben oder einen sehr guten Ausblick vom Balkon aus zu genießen.
Ins Warme eingelassen wurden die in der Eiseskälte frierenden Besucher ab 17:30 Uhr.
Gegen 19 Uhr eröffnete die Leipziger Elektroband DESTROID um Frontmann DANIEL MEYER das Festival und stimmte die Anwesenden auf die grandiose Party ein. Gegen 20 Uhr wurde die Bühne für SUICIDE COMMANDO vorbereitet, die mit Songs wie „Dein Herz Meine Gier“, „Love Breeds Suicide“, „Massaker“ oder „Cause Of Dead“ das Publikum zum Kochen brachten. Bereits mit ihrem ersten Lied „Bind, Torture, Kill“ ließ die Truppe um Bandleader JOHAN VAN ROY nicht nur die Puppen tanzen. Die Stimmung war gut und ausgelassen und die Temperaturen im Capitol stiegen immer weiter.
Im Anschluss an SUICIDE COMMANDO trug die nächste Band die WELLE: „der guten Laune um den“ ERDBALL. Die Damen um HONEY zeigten dem begeisterten Publikum unter anderem, dass Weihnachtsfrauen sehr sexy sein können. Unterstützt wurden sie dabei diesmal neben dem großen Stahlfass, das regelrecht gedroschen wurde und das beliebteste Utensil von WELLE:ERDBALL zu sein scheint sowie Faltpapierflugzeugen, die HONEY ins Publikum fliegen ließ und von großen Feuerwerksfonteinen, die den Saal zum Leuchten brachten. Hits wie „Ich Bin Aus Plastik“, „Deine Augen / Arbeit Adelt!“ und „Starfighter F104G“ trugen nicht gerade zur Entspannung der von SUICIDE COMMANDO und DESTROID bereits stark beanspruchten Füße bei.
Dies sollte sich auch bei der nun folgenden Band nicht ändern. Die schwedische Band COVENANT betrat die Bühne und heizte dem Publikum ihrerseits mit Hits wie „Ritual Noise“, “ Call The Ships To Port”, „Stalker” und „Bullet“ ordentlich ein. Bei der Zugabe sprang ESKIL SIMONSSON in die Menge und ließ sich auf Händen tragen, was die Lautstärke der Fans in unerreichte Höhen schnellen ließ.
Grandioser Headliner des Abends waren die belgischen EBM-Pioniere FRONT 242, deren Auftritt keine Wünsche offen ließ. Die letzten Massen, die sich noch in der Lobby aufhielten, strömten nun auch noch zur Bühne. Ihre großen Hits wie „Happiness“, „Body To Body“, „No Shuffle“ und „Headhunter“ sorgten endgültig für das „Ende“ der meisten Füße. Die Menge brodelte und tanzte bis kurz vor halb zwei. Im Anschluss an die Konzerte wurde zur hauseigenen After-Show-Party geladen und diese Einladung wurde mit Freude von vielen Besuchern angenommen.
Ein durch und durch gelungenes Festival mit tollen Bands. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!




