Sakuran - Wilde Kirschblüte
Japan in der Edo-Zeit, zu Beginn des 18. Jahrhunderts: Mit acht Jahren wurde Kiyoha (ANNA TSUCHIYA) an ein Bordell im Vergnügungsviertel der japanischen Hauptstadt verkauft, wo sie den Beruf einer Geisha erlernen soll. Schon in frühen Kindesjahren ist Kiyoha eher eine Rebellin und kann sich schwer an dem Leben einer angehenden Geisha orientieren. Kiyoha kämpft mit allem, was einer Geisha das Leben erschwert. Mit neidischen Kolleginnen, mit unerfüllter Liebe und mit ihren Masken, die sie immer und immer wieder aufsetzen muss, um ihre Stammkunden zu bedienen.
Qualitativ ist der Film allemal ein nonplusultra. Was vielleicht auch darin begründet ist, dass die Filmemacherin MIKA NINAGAWA eigentlich als Profifotografin arbeitet. Und somit erwarten den Zuschauer bunte, poppige Bilder, die in ihrem künstlerischen Ausdruck jeden Bildätheten in die Knie sinken lassen. Bildgewaltig trifft den nagel auf den Kopf. So habe ich den Film mit einem gewissen Erstaunen genossen. So bunt wie er war, hat er wirklich sehr an das Manga Genre erinnert. Was sicher sehr bewußt als stilistisches Mittel genutzt wurde.
Seinen Mangawurzeln geschuldet wirkt der Film allerdings auch sehr kitschig und verspielt, was beim Zuschauer einen kleinen Gefühlsgraben erzeugt. Die Handlung ist recht vorhersehbar, bei einem Manga erwartet man aber genau das und deswegen ist es auch nicht schlimm.
Mein Fazit: Wer sich gern mal einen Film über die japanischen Kurtisanen ansehen möchte, der nicht Standard ist, wie etwa der US-Film "Die Geisha", der ist hier sehr gut beraten. Neben geistreichen Dialogen, werden bei Filmkunstfans und Mangafans ohnehin die Herzen um einigen höher schlagen. Generell sollte der Zuschauer aber eine gewisse Offenheit für Filme aus Japan mitbringen sein für Filme aus Japan.









