EXT!ZE: FallOut Nation

CD-Cover
MEDIUM
CD
LABEL (VERTRIEB)
Trisol (Soulfood)
STIL
Industrial
VERÖFFENTLICHUNG
30.10.2009

Die Baden Württemberger Cybergothic-Formation EXT!ZE legt nach ihrer „Helektrostar EP“ flott mit ihrem Debütalbum „FallOut Nation“ nach und bietet nun einen tieferen Einblick in das musikalische Schaffen.

Voll gepackt mit 15 Tracks in knallender Cyber-Industrial-Marnier gehen EXT!ZE vom ersten bis zum letzten Ton in die Vollen und wissen wo sie hin wollen: In die Clubs, auf die Tanzflächen und in die Köpfe und Muskeln der Tanzwütigen. Das haben sie mit „FallOut Nation“ meiner Meinung nach auch geschafft, schließlich liefern sie einen bunten Teller industrieller, trashiger Gaben. Wer also auf Cyber-Industrial abfährt und es auch mal härter braucht, dem sei „FallOut Nation“ wärmstens empfohlen. Wer allerdings von der bunten grellen Cyberwelle und deren lauten und schnellen Beats genug hat, kann hier gleich wieder abschalten.
„FallOut Nation“ bietet Clubfutter in Reinkultur und sollte auch als dieses betrachtet werden. Sicherlich finden sich auch so einige, die diesen Stoff zu Hause genießen wollen oder sich auf der Fahrt in den Club mit den Tracks einheizen wollen. Hier geht es abgedreht und hektisch zur Sache. EXT!ZE nehmen dabei kein Blatt vor den Mund und scheuen sich nicht davor, sich von einer äußerst brachialen Seite zu zeigen. EXT!ZE zeigen uns diese schräge Mischung in Form von zwölf eigenen und drei Remix-Tracks. Und wie bereits erwähnt, geht es hier ordentlich ab. Angefangen mit dem hektischen Sound von „Poser“ über die durchweg knalligen Songs „Aerial Zombies“ und „Hypnozzz“, die einem förmlich das Blut zum Kochen bringen, vorbei an eingängigen Tracks mit Sampleeinwürfen („Orchestral Infection“) oder auch mal mit Gesangspassagen („Electronic Revolt“, „Red Water (FallOut Edit)“), bis hin zum hypnotisierenden Thunderdome-Klang mit französischen Vocals („Underground Cendrillon“, „Bad Little Girl“, „Gothic Pussy“). Auch machen die Herren vor dem Thema Sex nicht halt und teilen uns etwas über das weibliche Geschlechtsorgan mit.
Dass sich die Szene aufsplitet, haben EXT!ZE auch erkannt und widmen mit „We Are The Night“ eine Ode an die Schwarze Szene, die den Zusammenhalt und die Wiederkehr der Einheit hervorrufen soll.
Für die Remixe legten FABRIKC, THE LADDER und NEXUS NEMESIS Hand und Gehör an. Erstere verwandelten den Sound von „Poser“ in ein noch brachialeres Soundgefüge. THE LADDER legt in feinster Bum-Bum-Marnier auch noch eins oben drauf und schmückt „Electronic Revolt“ mit technoiden Soundschleifen. NEXUS NEMESIS liefert einen Track, der vom Rest des Albums absticht und mit seiner Ruhe, seinen melodiösen Klangteppich und seinem klaren Gesang einen runden Abgang bildet.

Unterm Strich lässt sich nun zusammenfassend sagen, dass EXT!ZE wissen, wo sie hin wollen und ihren Weg gefunden haben. Alles in Allem bietet mir ihr Sound jedoch noch zu wenig Abwechslung. Allerdings kann ich auch sagen, dass die Scheibe Spaß macht. Wenn man beim nächsten Mal noch etwas mehr Facetten einbaut und auch einmal ein bisschen mit anderen Sounds experimentiert, geht die Eintönigkeit von alleine. Die DJs werden ihre Freude daran haben und auch Freunde harter Beats werden hier auf ihre Kosten kommen. Alle anderen sollten vorher reinlauschen.

ANSPIELTIPPS:

Orchestral Infection
Sex Propaganda
We Are The Night (Feat. NEXUS NEMESIS)

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AUTOR

Anne Goldacker
Anne Goldacker

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(6 von 10 Punkten)
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TRACKLISTE

1. Poser
2. Aerial Zombies
3. Hypnozzz
4. Hellektrostar
5. Orchestral Infection
6. Electronic Revolt
7. Red Water (FallOut Edit)
8. Underground Cendrillon
9. Sex Propaganda
10. Bad Little Girl
11. Gothic Pussy
12. We Are The Night
13. Poser (FABRIKC RMX)
14. Electronic Revolt (THE LADDER RMX)
15. We Are The Night (Feat. NEXUS NEMESIS)

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