Fantasydays in Düsseldorf mit wenig Andrang
Vom 6. bis zum 8. November 2009 fanden zum dritten Mal die FANTASYDAYS statt. An drei Tagen konnte man in den Räumen des Burg Wächter Castello in Düsseldorf eine Mischung aus Fantasy und Science Fiction, Anime und Manga und natürlich auch dem Comic und Spiele-Bereich in Form von Lesungen, Bühnenprogrammen, Vorführungen, Workshops usw. erleben.
Die Idee der Tage war gut, die Location auch - die Umsetzung war es leider nicht. Der Strom der Besucher war alles andere als groß, sodass es nicht nur eine Veranstaltung gab, die vor fast bis ganz leeren Rängen stattgefunden hat. Für die wenigen Besucher, die zum Teil aufwendig kostümiert waren, gab es viel zu sehen. Von Vorteil war dabei, dass man sich alles in Ruhe ansehen konnte, da es kein Gedränge gab. Nur bei der einen oder anderen Autogrammstunde der Autoren konnte es etwas eng werden, dafür war dann aber auch im restlichen Teil des Gebäudes nicht mehr viel los. Dies schien den vielen Helfern, die ohnehin ein wenig überfordert wirkten, teilweise komplett die Motivation zu rauben.
Besonders hervorzuheben ist das Lesecafé von WerkZeugs, welches sich im zweiten Stock des Castellos befand. Hier konnten die Besucher Lesungen von bekannten Autoren wie SABINE EBERT, MARKUS HEITZ, WOLFGANG HOHLBEIN, BERNHARD HENNEN, CHRISTOPH HARDEBUSCH, TOM FINN, OLIVER PLASCHKA, BORIS KOCH, ANDRÉ WIESLER und vielen anderen lauschen und den Autoren in der jeweils anschließenden Autogrammstunde mal ganz nah kommen und Fragen stellen. Richtig Spaß hat auch die großartige Vorstellung der Improvisationstheatergruppe „Theaterhaie“ aus Berlin gemacht, die mit ihrer Darbietung in Zusammenarbeit mit MARKUS HEITZ für durch Lachen hervorgerufene Bauchschmerzen sorgten. Weitere Highlights waren zum Beispiel der Stand von Unlicht mit unter anderem sehr gutem Kirschbier, sowie die Ausstellung von Manticor-Illustrations mit sehr schönen Bildern von Drachen, Orks und noch mehr Fantasy Art.
Was für die wenigen Besucher sicher sehr angenehm war, gestaltete sich für die Aussteller und Verkäufer wohl eher zu einem Desaster. Eventuell hätte eine andere Werbestrategie – kaum einer hatte von dieser Veranstaltung gehört – eine bessere Ausschilderung des Veranstaltungsortes, der auch mit Navigationsgerät extrem schwer zu finden war und ein anderer Zeitpunkt der Veranstaltung, nicht direkt nach der Spiele09 in Essen, zu effektiveren FANTASYDAYS geführt. Auch trugen die Eintrittspreise mit 25 Euro pro Tag sicherlich nicht zu einem hören Besucheraufkommen bei.
Ob und in welcher Form die FANTASYDAYS im nächsten Jahr stattfinden und ob die Aussteller wieder kommen werden, erscheint unter diesen Gesichtspunkten äußerst fraglich.








