RENA LARF - Exklusive Literaturevents

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INTERVIEWPARTNER
RENA LARF
DATUM
30.10.2009
ORT

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Vor einiger Zeit stellte euch ALISH BIONDA die Autorin RENA LARF vor. In diesem zweiten Teil des Interviews geht es um die exklusiven Literaturevents, die RENA anbietet.

Alisha Bionda: Liebe RENA, in diesem Teil des Interviews soll es um die Literatur-Interpretationen gehen, die du veranstaltest. Das sind exklusive Leseabende für Firmenevents, Hotel, Gastronomie und private Anlässe. Vorweg die Frage: Wie bist du auf die Idee gekommen, solche Veranstaltungen anzubieten?

Rena Larf: Die Idee gab es schon länger. Und ein offenes Ohr. Natürlich habe ich mich auch in meinem kollegialen Umfeld informiert, welche Möglichkeiten es gibt, Kultur – in diesem Falle Literatur – an den Mann und die Frau, an den Chef und die Mitarbeiter, an den Koch und seine Gäste zu bringen. Ich wollte ein möglichst umfassendes, jedoch für Ideen offenes Konzept erarbeiten, das durch innovative Gestaltung und spannende Crossover-Kombinationen Interesse weckt und einen emotionalen Mehrwert für die Entscheider schafft.

Alisha Bionda: Schildere uns doch bitte, welche unterschiedlichen Literatur-Interpretationen du anbietest und was sich die Interessierten darunter vorzustellen haben.

Rena Larf: Das ist schwierig in kurzen Worten zu beschreiben, weil die Programme so unterschiedlich sind, wie die Menschen, die zu mir kommen. Vom poetischen "Romeo Und Julia Dinner" bis zum kriminalistischen Gaumenkitzel zum Dinner Mortale ist alles dabei.
Man kann mich für Jubiläen, Dinnerlesungen, Vereinsversammlungen, Kongresse, Tagungen und Seminare buchen. Meine Aufgabe ist es dann mit Stimme und Erscheinungsbild einen literarischen Höhepunkt mit Wiedererkennungswert zu gestalten. Da werden WILHELM BUSCH-Märchen, die kaum einer kennt, interpretiert, es gibt klassische RILKE-Abende oder erotische Sequenzen zwischen hart und zart. In einer Retrospektive lade ich literarisch zu einer mörderischen Reise mit dem Orient-Express ein oder biete mit „Land Hinter Den Nebeln“, EDGAR ALLAN POEs schaurigen Meisterwerken, OSCAR WILDEs "Dorian Gray" oder „Fright Night“ Mystery-Programme an.
Da wird ein Programm exklusiv für die Hochzeit geschrieben, ein Länderabend komplett durchkonzeptioniert und mit literarischen Inhalten gefüllt, was auch viel mit Recherche zu tun hat. Interessant ist auch die Variante für Firmen: Die Literaturperformance dient als Sprungbrett zu einer Kommunikationsebene, wo Business nur am Rande existiert, ein Ort wird geschaffen, wo man sich ganz neu kennen lernen kann und wertvolle Erkenntnisse für den eigenen Erfolg gewinnen kann. In der Mittagspause oder beim Business-Lunch wird Unternehmenskultur neu geschrieben. Eine Übersicht über die ausdefinierten Programme findet sich hier: www.esprisa.de/auswahl.htm

Alisha Bionda: Wer unterstützt dich bei deinen Events?

Rena Larf: Nun, in erster Linie arbeite ich in meinen Kooperationen im Bereich „Genusskultur“ mit erfahrenen Hoteliers und Gastronomen zusammen, die Werbung für ihr Angebot machen wollen und das nötige Know How mitbringen. Bei privaten Anlässen sind es in der Regel die Angehörigen, die im Interview vorab befragt werden und aus deren Infos, dann das Programm für den zu Beschenkenden zusammengestellt wird. Meistens sind dies runde Jubiläen wie Hochzeitstage oder Geburtstage. Dann natürlich unterstützen mich auch Kollegen, mit denen ich im Duo oder mehr auftrete. Ohne verlässliche Partner ist da ja auch sonst dem exklusiven Anspruch, für den ich stehe, nicht gerecht zu werden. Und bei allem anderen: meine Familie.

Alisha Bionda: Wie viel Vorlauf benötigst du? Wie weit im Voraus muss man die Termine mit dir abstimmen?

Rena Larf: Das hängt davon ab. Von der Komplexität der gewünschten literarischen Einlage, also sprich: Dauer, Inhalt, Ort. In der Regel wird es möglich sein ein exklusives Literaturprogramm innerhalb von sechs Wochen terminlich und strukturiert anzubieten. Das kommt gut hin, weil für öffentliche Veranstaltungen sowieso erst vier Wochen vor Termin die PR-Phase anfängt. Auch gilt zu beachten, dass natürlich Hoteliers und Gastronomen oftmals eine Jahresplanung haben und dadurch die Terminvereinbarungen sich manchmal bis zu einem Dreivierteljahr in der Vorplanung in die Länge ziehen können. Da würde ich mir hin und wieder gerne ein bisschen mehr Innovation und Flexibilität wünschen. Bei privaten Anlässen kam es auch schon vor, dass ich in einer Nacht- und Nebel-Aktion innerhalb einer Woche alles zusammen haben musste. Das geht auch. Zumindest wenn man dann die Nacht zum Tag macht.

Alisha Bionda: Stimmst du jedes Event jedes Mal exklusiv auf den Auftraggeber ab oder hast du ein Repertoire, aus dem der „Kunde“ wählen kann?

Rena Larf: Wie gesagt ein Fundament an Programmen besteht. Es wird aber niemals zwei vollkommen identische Veranstaltungen mit gleichen Inhalten geben. Dafür sind die Anforderungen der Kunden zu facettenreich. Du musst dir das so vorstellen: Du hast ein unifarbenes T-Shirt, das nach nichts aussieht. Indem du es aber mit den entsprechenden Accessoires schmückst, erhältst du ein einmaliges Designer-Stück.
In erster Linie geht es also um die Tendenz, die Richtung, die der Auftraggeber wählt. Er muss entscheiden, welches Genre er favorisiert, alles andere darf er dann gerne in meine Hände legen. Ich bin immer wieder überrascht, welche Ideen die Kunden von sich aus an mich heran tragen, die auf meiner Website nicht mal im Ansatz Berücksichtigung gefunden haben. Deswegen kann dieses, doch schon immerhin umfangreiche Repertoire, nie in allen Einzelheiten aufgefächert werden, weil ständig etwas neues hinzukommt.

Alisha Bionda: In welchem räumlichen Umfang hältst du deine Events ab? Eher in Hamburg und im Umfeld oder auch weiträumiger. Wo warst du bisher?

Rena Larf: Natürlich findet vieles in und um Hamburg statt. Aber ich war auch schon in Niedersachsen, Hessen, Baden - Württemberg und Bayern unterwegs. Mein literarisches Angebot kann in ganz Deutschland und auch in Österreich und der Schweiz gebucht werden.

Alisha Bionda: Deine Events bieten ja eine große Bandbreite: Vom Weihnachts-Event, über Crime bis zur Erotik. Hast du da eine Richtung, die dir mehr liegt oder sind es alle gleichermaßen?

Rena Larf: Ach, das kann ich gar nicht mal so sagen. Früher ist mir ja immer eine Nähe zur Erotik unterstellt worden, aber ich bin der Ansicht, dass ich mich da nicht beschneiden lassen möchte in meinen Wahlmöglichkeiten. Alles hat seine Zeit. So kann es wunderbar sein, einen Saisonabend im Frühling zu gestalten, weil man einfach in Aufbruchstimmung ist. Die dunkle Jahreszeit lockt immer meinen mystischen Tippfinger heraus und die Weihnachtszeit ist einfach so märchenhaft, dass die Fairy Tales von allein in die Tastatur fließen, ohne dass ich viel dafür kann. Ein beispiel findet ihr übrigens unter www.bookrix.de/_title-de-rena-larf-die-lichthueterin
Im Grunde kann ich sagen: Je nach Jahreszeit habe ich meine favorisierte Richtung, in der ich am liebsten schreibe.

Alisha Bionda: Welchen Event würdest du selbst als dein bisher gelungensten bezeichnen? Und was war so besonders daran?

Rena Larf: Oh, das ist schwer. Weil jeder Event anders ist. Das Publikum ist so verschieden wie die Programme und natürlich ist es immer ein Geben und Nehmen, ein Spiel mit den Menschen, die vor dir sitzen und die du unterhalten möchtest. Wenn ich darf, möchte ich drei Abende ganz besonders herausheben: der „Ungarische Akzent“, eine Veranstaltung im Rahmen des ungarischen Kulturjahres mit einer Delegation aus eben demselben Land, mit Dinner und Musik, Tanz und Literatur, den ich im Schleswig-Holsteinischen Glinde moderieren durfte. „Nebelmonde“, ein mystischer Solo-Abend im Gutshotel Groß Breesen in Mecklenburg-Vorpommern und schließlich „Mordshäppchen“ im „Weißen Haus“ in Rastede, wo ich ARTHUR CONAN DOYLE zum Dinner zum Besten geben durfte. Das Besondere daran: die Menschen.

Alisha Bionda: Hast du mittlerweile auch „Stammkunden“ oder sind deine Events mehr „einmalige Erlebnisse“?

Rena Larf: Ich habe Kooperationen mit verschiedenen Hotels und Restaurants, in denen wir immer wieder „einmalige Erlebnisse“ anbieten. Es ist wichtig einen Stock zu haben, auf dem man für seine eigene Jahresplanung bauen kann, denn auch wir Künstler leben ja nun nicht von Brot und Wasser allein. Aber es kommen jedes Jahr neue und ganz andere Auftraggeber hinzu, was mich in der Richtung, die ich eingeschlagen habe, bestätigt.

Alisha Bionda: Da du ja auch für Privatpersonen Events abhältst, wie „erschwinglich“ sind diese? Hast Du einen Fixpreis oder eine Preisstaffelung, ja nach Art und Aufwand des Events?

Rena Larf: Über Geld redet man ja eigentlich nicht, liebe Alisha. Dieser Service richtet sich auch hier natürlich nach Dauer, Art und Ort. Der Kunde kauft ja nichts von der Stange, sondern eine kreative, individuelle Leistung, die ihren Preis hat. Aber diesen kleinen Anhaltspunkt kann ich geben: Das Basisarrangement beläuft sich bei einer Stunde Literaturinterpretation auf 200 Euro zuzüglich der Anreisekosten und Spesen vor Ort. Der Rest ist nach oben hin offen.

Alisha Bionda: Gibt es auf dem Literatur-Interpretations-Sektor noch ein Betätigungsfeld, das du dir künftig erschließen möchtest? Wenn ja, schildere uns doch bitte welches.

Rena Larf: Ich lese Fantasy, Märchen, Lyrik, Erotik, Crime, Horror, Mystik, Science Fiction. Das alleine klingt schon nach einem Labyrinth, nicht wahr? Das einzige, was mich da vielleicht noch reizen könnte sind wirklich spannende Reiseromane oder -berichte, die sich vom Pauschaltourismus abheben.

Alisha Bionda: Vielen Dank für das Beantworten des zweiten Teils des Interviews. In Teil drei würde ich dir dann gerne Fragen zu deinen verschiedenen Channel-Projekten stellen.

Rena Larf: Dafür habe ich mir sehr gern die Zeit genommen, Alisha.