ASP, MONO INC.
Lange Schlangen bildeten sich vor dem ehemaligen städtischen Schlacht- und Viehhof in Wiesbaden, als ASP zum Konzert luden. Gespannt und der Kälte strotzend warteten die Fans auf den Einlass ab 20 Uhr, um die große Halle zu „fluten“. Um 20.50 Uhr startete dann die Vorband MONO INC. und heizte dem noch etwas fröstelnden Publikum ein. Die Band um den charismatischen Sänger MARTIN ENGLER präsentierte in 40 Minuten ein gute Mischung aus althergebrachten Songs und Stücken aus ihrem neuen Album „Voices Of Doom“.
Um 21.50 war es dann endlich soweit. Ein sichtlich angeschlagener ASP betrat die Bühne und eröffnete den Abend trotzdem gleich mit einem Kracher. Schon nach den ersten Tönen von „Ich Bin Ein Wahrer Satan“ kochte die Stimmung über. ASP erklärte, dass er nicht gehofft gewagt hätte, dieses Konzert halten zu können, dass er aber Dank der Nutzung aller von der Pharmaindustrie angebotenen Mittel und der Unterstützung der anwesenden Fangemeinde nun doch zuversichtlich wäre, durchhalten zu können. Was er glücklicherweise auch tat.
Und schon ging die Party weiter. Es folgten die Lieder „Denn Ich Bin Der Meister“ und „Soviel Tiefer“ bevor ASP ihr neustes Stück „Märchenland“ zum Besten gaben, gefolgt von ihrem ältesten Lied „Schwarzer Schmetterling“. ASP gestatteten sich kaum eine Pause, was wohl auch daran gelegen haben durfte, dass sein Arzt Herrn SPRENG untersagt hatte, seine Stimme durch zuviel Reden noch mehr zu strapazieren. So folgten die Hits Schlag auf Schlag. „Raserei“, „Kokon“, „Zaubererbruder“ (zur großen Freude des Publikums in einer Akustikversion), „Nimm Mich“, „Sanctus Benedictus“, „Demon Love“ und The Little Gothictale „Me“ begeisterten das Publikum. Der zweite neue Song „Wer sonst?“ wurde von ASP mit einer Erklärung zum Thema "Rückgrat zeigen" und "Verantwortung übernehmen" eingeleitet. Ronny, ein Rowdy, verteilte währenddessen einige Wasserflaschen im Publikum und bekam für seinen Einsatz großen Applaus.
Und schon ging es wie und mit „Besessen“ weiter. Dann war es aber doch an der Zeit, dass ASP die Unterstützung seiner Fans benötigte, welche sich nicht lange bitten ließen und lauthals „Und Wir Tanzten“ in Tat und Ton umsetzten. Derart unterstützt folgten die Lieder „Krabat“ und „Schwarzes Blut“ bevor ein sichtlich erschöpfter ASP mit seinen Bandkollegen die Bühne verließ.
Aber so schnell wollte das Publikum sie nicht gehen lassen und feierte die Band so lange, bis sie für eine Zugabe wieder auf die Bühne kamen. Es folgte „Sing Child“ und dann setzte ASP sich über das ausdrückliche Verbot seines Arztes und auch seines Drummers HIMMI hinweg und sang gemeinsam mit dem Publikum und sichtlichem Spaß seine berühmten „Hee joh“, welche übergangslos in den von vielen lange erwarteten Song „Werben“ endete, bevor sich die Band erneut verabschiedete und die Bühne verließ. Allerdings hatten sie ein weiteres Mal die Rechnung ohne ihre Fans gemacht und mussten sich den „Wir wollen brennen“-Rufen geschlagen geben. „Ihr wollt das also wirklich?!?“ Daran gab es ganz sicher keinen Zweifel – und so tat ASP der Fangemeinde den Gefallen und gab „Ich Will Brennen“ zum Besten. Das Publikum feierte, brannte und tanzte. Selbst der dritten Zugabeaufforderung seiner Fans kamen ASP nach, machten mit dem Titel „Abschied“ aber gleich deutlich, dass sie sich damit nun von den Fans und der Bühne verabschieden. Kurz nach Mitternacht verließ ein sichtlich zufriedenes und begeistertes Publikum nach einem wirklich tollen Konzert – an dieser Stelle noch mal vielen Dank an ASP, der trotz Krankheit den Schlachthof Wiesbaden gerockt hat - die Halle.








