Recyclo Transformers
Im Jahr 2021 wird eine immerwährende Frage der Menschheit beantwortet: Die Frage, ob wir allein im All sind. Leider fällt die Antwort nicht unbedingt zu unseren Gunsten aus, denn die Außerirdischen, die zur Erde kommen, die Balangs, sind nicht unbedingt gut auf die Menschen zu sprechen. Sie überziehen die Erde mit einem atomaren Vernichtungskrieg, den nur wenige überleben. Diese wenigen leisten nicht nur den Balangs, sondern auch ihren mutierten menschlichen Helfern, den Mutanos erbitterten Widerstand. Aus Schrott bauen sich einige Widerstandskämpfer riesige Kampfroboter zusammen, mit deren Hilfe die Balangs von der Erde vertrieben werden.
Dank zahlreicher Produktionen aus Fernost, die den Hollywood-Blockbustern teilweise nicht nur das Wasser reichen können, sondern sie bisweilen locker in den Schatten stellen, ist man natürlich gerne gewillt, auch der philippinischen Version der „Transformers“ eine Chance zu geben. Leider können diese aber bei Weitem nicht mit der Vorlage aus den USA mithalten. Dafür sind die Kulissen viel zu bunt und unrealistisch, die schauspielerische Leistung, insbesondere die des Helden Crisval, gespielt vom philippinischen Senator und Superstar RAMON REVILLA JR, ist eindeutig zu hölzern und die Dialoge sind entweder enorm flach oder einfach nur miserabel übersetzt.
Auch die Handlung ist zu zerfahren und unlogisch: Warum sollten die Balangs eigentlich einen Großteil der Menschheit auslöschen, wenn sie sie doch zur Energiegewinnung benötigen?
So bleibt unterm Strich eine groteske Mixtur aus den "Power Rangers", "Matrix", "Transformers" und mit etwas gutem Willen auch noch "Aliens". Hinzu kommen als Bindeglied einige mittelmäßige 80er-Jahre-Special-Effects und Stunts, denen man von weitem ansieht, dass sie gespielt sind. Diese unoriginelle Mixtur zusammen mit der schwachen Umsetzung dürfte wohl maximal Liebhabern von asiatischen Filmen oder eingefleischten B-Movie-Fans als Kaufargument genügen.
Versteht man unter einem B-Movie laut Wikipedia meist einen zweitklassigen Film mit in der Regel geringem Budget und zumeist niedrigem künstlerischen Anspruch, so müsste man, um eine für „Recyclo Transformers“ angemessene Bezeichnung zu finden, wohl noch weiter im Alphabet fortschreiten.





