DIE PERLEN

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INTERVIEWPARTNER
FERDINAND ESS, KATJA HAH
DATUM
08.05.2009
ORT

DIE PERLEN musizieren nun schon seit neun Jahren zusammen. Ihre Schublade haben sich KATJA HAH und FERDINAND ESS dabei gleich selbst zusammengeschraubt. „Telektroponk“ heißt ihr selbst kreierter Musikstil in dem Sie gerade ihre neue „Stadt.EP“ veröffentlicht haben.

Lucy: Hallo und vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, uns ein paar Fragen zu beantworten. Stellt euch doch bitte kurz vor.

Katja: Hallo, ich bin KATJA HAH. Ich singe, schreibe einen Großteil der Texte und bin der lustige Teil der Band.

Ferdinand: Denkst Du! Ich bin FERDINAND ESS, komponiere die Stücke und spiele Gitarre.

Lucy: Ihr beschreibt eure eigene Musik mit dem ausgedachten Begriff „Telektroponk“, der für die Mischung aus Techno, Elektro, Pop und Punk in eurem Sound stehen soll. Die Genrebezeichnung ist wirklich originell. Wie seid ihr denn auf diese Mischung an Stilen gekommen?

Katja: Wir haben versucht, unseren Stil irgendwo einzuordnen und dabei festgestellt, dass kein Begriff richtig passt.

Ferdinand: Lange Zeit wurden uns von der Presse Musikrichtungen zugeordnet, die alle irritierend waren und so beschlossen wir, uns selbst zu definieren. Irgendwie haben das dann die Leute akzeptiert.

Lucy: Wie würdet ihr eure Musik sonst noch beschreiben?

Ferdinand: Sehr vielseitig. Überwiegend machen wir schnellen Elektrosound mit schroffen Gitarren und verrückten Sound-Effekten. Andere Stücke sind hingegen langsamer und melancholischer. Grundsätzlich lassen wir sehr viele unterschiedliche Stile in unsere Musik einfließen und ich denke, das merkt man – daher auch der „Telektroponk!“

Lucy: Ihr habt euch im April 2000 als Hobbyprojekt unter dem Namen PERLEN VOR DIE SÄUE gegründet. Da es ja schon eine Band mit diesem Namen gab, musstet ihr euch in DIE PERLEN umbenennen. Wie kamt ihr denn auf diesen Bandnamen und wofür steht er?

Katja: PERLEN VOR DIE SÄUE ist ein Sprichwort für etwas Gutes, das niemand annehmen will oder zu würdigen weiß.

Ferdinand: Die ersten PERLEN-Stücke waren ursprünglich für eine andere Band gedacht. Da sie aber dort nicht ins Konzept passten, haben wir unser eigenes Projekt ins Leben gerufen. DIE PERLEN war dann eigentlich ein ganz guter Ersatz für den Bandnamen, da er sich leicht einprägt und auch im Ausland leichter zu schreiben ist.

Lucy: Wie seid ihr überhaupt zum Musikmachen gekommen?

Ferdinand: Lange Geschichte... Ich habe mit elf Jahren ein Schlagzeug bekommen. Meine Band DRUNKNESS war dann der ideale Einstieg was das Produzieren von Stücken betrifft.

Lucy: Habt ihr musikalische Vorbilder und in wie weit fließen diese in euren Stil mit ein?

Katja: Vorbilder? Ich denke Einflüsse ist passender: INDOCHINE, DIE ÄRZTE, THE CLASH, THE CURE, THE SMITHS.

Ferdinand: New ORDER, THE EXPLOITED, THE JAM, MOTORMARK, SIGUE SIGUE SPUTNIK, LUDWIG VON 88... Ja, natürlich fließen die in unsere Musik sehr stark mit ein. In wie weit man das hören kann, kann ich nicht beurteilen, weil ich zu nahe dran bin.

Lucy: „Electroclash“ oder „Electropunk“ ist in Deutschland, im Vergleich zu anderen Ländern, wie den USA, Großbritannien oder Skandinavien ja noch relativ neu. Hattet ihr von Anfang an schon vor, diese Art von Stilmix zu machen, oder hat euch erst später etwas dazu bewegt?

Ferdinand: Am Anfang hatten wir gar nicht die technischen Mittel, unseren heutigen Sound zu produzieren, deshalb klang es eher nach Minimal-Elektronik. Das hat sich dann aber so ergeben, als ich ein Gitarren-Starterset für 99 Euro gekauft habe und es in unsere Musik einbaute. Allerdings entstehen bei uns die Stücke sehr spontan aus einer Laune heraus, so dass das nie von vorneherein geplant ist. Keine Ahnung, was als nächstes kommt. Ska vielleicht?

Lucy: Welche Zielgruppe strebt ihr mit eurer Musik an?

Ferdinand: Mit Zielgruppen habe ich so meine Probleme. Bei unserem dritten Demo (2002) habe ich versucht, gezielt eine bestimmte Gruppe zu erreichen. Das ging schief und seitdem machen wir, was wir wollen – also in erster Linie für uns selbst. Den Leuten gefällt es anscheinend umso mehr, vermutlich weil es nicht kalkuliert und sehr viel ehrlicher ist.

Lucy: Bis zum Jahre 2004 habt ihr nur Demos im Eigenvertrieb veröffentlicht. Wie habt ihr diese Releases produziert und ressen lassen?

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AUTOR

Freya