With Full Force XV

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DATUM
04.07.2008 - 06.07.2008
ORT
Roitzschjora

2008 – Das 15. With Full Force

Für das diesjährige With Full Force (WFF) hatten die Veranstalter einige Leckerbissen der Hardcore und Metal-Szene engagiert. So spielten neben MACHINE HEAD, BIOHAZARD und CAVALERA CONSPIRACY auch MOONSPELL, VOLBEAT und MESHUGGAH. Natürlich gab es auch viele weitere Bands, aber dazu mehr in diesem Bericht.

Der Freitag startete für mich mit MESHUGGAH. Eine für mich vorher unbekannte Band, aber gleichzeitig auch die Entdeckung des Festivals. Die Schweden fallen vor allem durch ihre ungewöhnlichen Rhythmen und Tempowechsel auf. So geht einem zum Beispiel „Bleed“ auch gleich ins Blut über, ein Song mit treibender Gitarre und Basedrum.
Abends gab es dann MACHINE HEAD zu sehen. Das war das erste Mal, dass ich die Band live gesehen hab und ich kannte auch nur ein Album („Supercharger“) davor, aber es war ein super Konzert und hat eine Menge Spaß gemacht. Die Leute haben gerockt, ebenso wie die Jungs auf der Bühne.

Der Samstag fing dann mit SIX FEET UNDER an, danach ging es dann zu RYKER'S und MINISTRY. SIX FEET UNDER war beim ersten mal hören schon etwas gewöhnungsbedürftig. Vor allem die extrem tiefe Stimme von CHRIS BARNES hört man nicht alle Tage. Nichtsdesdotrotz konnten SIX FEET UNDER überzeugen und spielten einen soliden Gig.
In der Tent Stage gab es dann RYKER'S zu sehen. Geiler fetter Hardcore Sound! Und dreiviertel des Zeltes ging auf das heftigste dazu ab. Normalerweise wird ja nur in den ersten drei Reihen ausgiebig gerockt, aber das gab's hier einfach nicht! Fetter Pogo zu einem hammer Sound.
Als Abschluss des Tages gab es für mich MINISTRY. Ich war schon sehr gespannt auf die Industrial-Metal Bands. Das Bühnenbild war schon recht skurril mit den aufgestellten Metallzäunen, aber es gab dem Ganzen den gewünschten Touch. Leider war das auch schon das aufregendste an dem Konzert von MINISTRY. Frontman AL JOURGENSEN überzeugte leider nur durch ins Publikum spucken und nicht durch musikalische Leistung.

Am Sonntag machte dann MAMBO KURT den Anfang - für mich eines der Highlights. Heimorgel-Metal-Interpretationen von IRON MAIDEN oder RAGE AGAINST THE MACHINE kriegt man nicht alle Tage geboten. Die Leute rockten und es war ein großes Fest MAMBO KURT's musikalischen Interpretationen zuzuhören. Als kleines Schmankerl gab es am Schluss noch eine körperliche Einlage von MAMBO KURT, als seine Assistentin an die Tasten griff und auch ein Liedchen trällern durfte. Und nein Herr Doktor war nicht an körperlicher Ertüchtigung mit seiner Assistentin erpicht, er stellte ganz einfach seiner geliebten Heimorgel einen Vorschlaghammer vor und zeigte eindrucksvoll was man so aus seinem Arbeitsgerät sprichwörtlich heraus holen kann. Bei den anschließenden Aufräumarbeiten gab es dann für die Fans noch Tasten for free. Ein gelungener musikalischer Einstieg für den Tag.
Und dann kam das absolute Highlight für mich auf dem Festival – VOLBEAT. Die zufällige Entdeckung vom letzten WFF - durch den Ausfall der damals nachfolgenden Band konnte VOLBEAT länger spielen und per Zufall sah ich sie. Leider gab es auch eine traurige Nachricht. Der Vater von Frontmann MICHAEL POULSEN ist leider eine Woche vor dem Auftritt verstorben - Respekt das POULSEN dennoch so routiniert zu dem Auftritt erschienen ist. Die Zuschauer waren schon zahlreich versammelt und VOLBEAT heizte die Stimmung noch weiter an. Leider wurden keine Songs vom kommenden neuen Album gespielt, aber das machte der Stimmung keinen Abbruch. Es wurde gerockt, gehüpft und getanzt - je nach der eigenen Vorliebe. Ein wirklich gelungener Auftritt von VOLBEAT und ich hoffe, dass VOLBEAT den Rekord aufstellen kann und als erste Band nächstes Jahr viermal hintereinander auf dem WFF spielen werden - mit dem neuen Album!
Und dann kamen die Männer in Rosa - J.B.O. - eine Band die sich selbst nicht ernst nimmt, aber dennoch den Spaß, den sie an ihrem eigenen Klamauk haben, herüber bringt. Das Publikum bekam eine solide Show zu sehen, aber leider sprang der Funke nicht wirklich über.
Als weitere Band folgte LIFE OF AGONY - eines meiner Jugendbands. Und leider wurde ich etwas enttäuscht. KEITH CAPUTO realisierte erst nach der halben Show, dass vor ihm eine riesige Meute stand und man merkte, dass er ein wenig in anderen Sphären weilte. Der Rest der Band bemühte sich aber dennoch sehr stark damit die Show nicht völlig versackt und wie gesagt nach der Hälfte des Konzertes war dann auch CAPUTO angekommen und engagierte sich mehr. Schade, hätte ein super Gig werden können aber was chemische Stoffe mit einem anstellen können...
Dann gab es mit BIOHAZARD noch NY-Hardcore vom feinsten. Man merkte, dass die mehrjährige BIOHAZARD-Pause den Jungs in den Knochen steckte - sie waren alle wild aufs Spielen und das Publikum bekam eine gehörige Portion Musik und Spaß ab! Neben dicken Songs und viel Wall- und Circle-of-Deaths wurde das Publikum nach der Meinung zu einem neuen Album gefragt, was natürlich begeistert mit YEAAAHHHH beantwortet wurde - man darf gespannt sein was da noch kommen wird.
Als letzte Band auf der Main-Stage war CAVALERA CONSPIRACY zu sehen.
Das einzige Lied was ich von SEPULTURA kannte, war „Roots Bloody Roots“ was dann auch als letztes Lied in der Zugabe gespielt wurde. Ansonsten spielte CAVALERA CONSPIRACY - nach Aussage meiner Mitstreiter - hauptsächlich SEPULTURA Songs und recht wenig von SOULFLY. Dem Publikum und mir tat das aber an dem Spaß keinen Abbruch.
Meine letzte Band auf dem WFF war aber dann MOONSPELL beim Last Supper in der Tent-Stage.
Obwohl ich die ersten zwei Alben kannte, erkannte ich nicht wirklich die Songs, was ich aber
eher meiner musikalischen Unfähigkeit zu schreibe. MOONSPELL spielte ein hervorragendes Konzert und es kam eine super düstere Stimmung herüber - ich freue mich schon auf ein weiteres Konzert mit dieser Band!
Dann war das WFF 2008 auch schon wieder vorbei – leider!

Vielen Dank an die Veranstalter für das super Line-Up und die gleich bleibenden Bierpreise.
Danke an alle Besucher die das Festival so stressfrei mitgestaltet haben.

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AUTOR

Wolf