VOLBEAT: Beyond Hell / Above Heaven
Mit ihrem Erstlingswerk "The Strength / The Sound / The Songs" haben VOLBEAT im Jahr 2005 Geschichte geschrieben. Niemand hatte vorher etwas Vergleichbares gehört. Mit einer Melange aus Rock'n'Roll-Vibes, Metal-Beats, Punk-Songwriting und der einzigartigen Stimme von Frontmann MICHAEL POLSEN eroberten die Dänen die Herzen von Metallern, Rockern, Rockabillys und Punks gleichermaßen und etablierten durch emsiges Touren außerdem den Ruf, eine exzellente Live-Band zu sein.
2007 knüpften die Dänen direkt daran an und veröffentlichten "Rock the Rebel / Metal The Devil", das locker mit dem exzellenten Debüt mithalten konnte. Trotz diverser Angebote größerer Labels blieben VOLBEAT ihrem Label "Mascot Records" treu und veröffentlichten nur ein Jahr später "Guitar Gangsters & Cadillac Blood", das mit weiblichen Gesangsparts, Streichern, dem poppigsten Songwriting und dem glattesten Sound ihrer Karriere aufwartete. Nach dem Wechsel zu Vertigo Records, einer Tochter des Major-Labels Universal Records, hatten viele Fans Befürchtungen, das neue Werk "Beyond Hell / Above Heaven" könnte wieder in die poppigere Kerbe schlagen. Doch weit gefehlt. Bereits auf dem Opener "The Mirror And The Ripper" überraschen VOLBEAT mit einer etwas tieferen Gesangslage als gehabt und beweisen mit sattem Metal-Drumming, dass sie nicht gedenken, einen Härtegrad zurück zu schalten.
Weniger spektakulär und dafür deutlich eingängiger agiert die Band bei Song Nummer zwei "Heaven Nor Hell". Dieser Song hätte so auch auf "Guitar Gangsters & Cadilac Blood" vertreten sein können, zeigt dafür mit seinem langgezogenen Midtempo-Part auch erste Längen. Deutlich besser weiß da "Who They Are" zu gefallen. Hier hört man, dass METALLICA bei den gemeinsamen Konzerten deutlich Eindruck auf VOLBEAT gemacht haben müssen, denn das Intro-Riff könnte so auch von "Master Of Puppets" kommen. Sehr erwähnenswert ist auf jeden Fall noch "7 Shots", bei dem ein unerwarteter Gast mitwirkt: MILLE von KREATOR steuert zum Song eine Gesangslinie bei und sorgt so für einen echten "Hinhörer", da sich seine rauen, harten Vocals natürlich deutlich von POULSENS melodischem Singsang abheben.
Ansonsten gibt es gewohnte Kost, die mal voll überzeugt ("A Better Believer", "Being 1") mal eher lahm daher kommt ("Fallen", "Magic Zone").
Insgesamt ist es VOLBEAT gelungen, genügend neue Elemente einzubauen, um "Beyond Hell / Above Heaven" spannend zu halten, ohne zu weit von ihrem eigenen Stil abzuweichen. So ist "Beyond Hell / Above Heaven" trotz einiger Längen ein hervorragendes Album.
The Mirror And The Ripper
Who They Are
7 Shots
Sixteen Dollars






