PRINCIPE VALIENTE: PRINCIPE VALIENTE
Düsterer-künstlerischen Pop mit Post-Punk-Einflüssen aus Stockholm – so kann man den Sound von PRINCIPE VALIENTE in einem Satz beschreiben und sie sich auf den Bühnen des Haldern Pop Festival vorstellen. Dort haben bereits Bands wie die EDITORS und THE NATIONAL vor ihrem Hype gestanden. Die Gruppe ist noch jungfräulich, es handelt sich nämlich hierbei um die Debüt-CD. Vorab gab es 2007 eine EP und 2010 gerade mal eine Single. Das Warten hat sich aber gelohnt. Druckvoll entlädt der Drummer sein Zutun als ein Gewitter in feinsten Anthrazittönungen. Die Gitarre gibt die Melodien vor. Der Sänger besticht durch eine Eigenständigkeit und Festigkeit in der dunklen Stimme, wie wir das noch von den guten alten SISTERS OF MERCY kennen. Ein Anspieltipp ist der vierte Song „In My Arms“. Liebeslieder sind halt immer noch die schönsten Lieder. Wenn beim sechsten Song der Bass den Ton angibt und die Gitarre einstimmt, ist man in der Mitte der CD angekommen. Und die Tatsache ist fast schon wieder schade.
„Solitary Man“ ist ein kurzes akustisches Stück und bietet eine kleine Denkpause. Die brauchen wir auch, denn dann folgt „Stay“, wieder so ein Herzschmerz-Song. FERNANDO HONORATO, der Sänger des Stockholmer Trios, berichtet aus der Zwischenwelt enttäuschter Liebe und rezitiert es folgendermaßen „Ich war soweit weg, weil ich dich geliebt habe.“. Damit sind wir wieder bei der Schönheit der Chance und lassen ihn noch ein wenig singen. Im Kopf könnte man bei diesem Song bei „Black Planet“ von den SISTERS OF MERCY ankommen. Und das Herz kann hier und da ein wenig ziehen wenn man auf den Text achtet.
PRINCIPE VALIENTE müssen im Übrigen nicht ständig ihre Gesichter in die Kamera rücken. Sie bestechen einfach durch musikalisches Talent und Emotionen, die sie mit ihrer Musik transportieren. Und so tanzen sie auch ganz seicht aus dem Fokus mit ihrem letzten Stück „Dance Like There´s No Tomorrow“.
Fazit: Eine Band, die in Zukunft sicher noch den ein oder anderen melancholischen Gassenhauer produzieren wird, deren Klänge einfach nur schön sind und einen ehrlichen Anstrich haben, so dass man sich verknallen kann und in Zukunft vielleicht auch Liebe draus werden könnte.
In My Arms






