JESUS ON EXTASY: Holy Beauty (USA-Release)

CD-Cover
MEDIUM
CD
LABEL
Artoffact Records
STIL
Rock, Sonstige
VERÖFFENTLICHUNG
10.08.2010

„Holy Beauty“ nennt sich das Debütalbum einer deutschen Band JESUS ON EXTASY aus Essen. 2005 gegründet, veröffentlichten sie zwei Jahre später direkt ihr erstes Album, was die Kritiker natürlich zunächst zerpflücken wollten. Ihre Mischung aus dem leicht rauchigen Gesang von DORIAN DEVERAUX und Elementen aus Glam-, Alternative- und Synth-Rock sind durchaus in der Lage aus der Menge herauszustechen. Auch wenn dabei schnell Parallelen zu bekannteren Musikern gezogen werden.

Aber ist es gerechtfertigt, dass die Kritiker das Album so unter die Lupe nahmen? Ja, denn was uns die junge Band damals präsentierte war ein bunt gemixtes Werk, in der jede klare Struktur fehlte und nur wenige Songs positiv herausstachen. Mit diesen aber konnten die uns zum Glück ihr eigentliches Können zeigen. Nun wird dieses Album erstmals bei dem Label Artoffact Records in einer neuen Version, in den USA erscheinen.

Da sich die Reihenfolge der Songs nicht geändert hat, fängt es auch hier mit dem Ohrwurm „Assassinate Me“ an - ein Lied, das ein regelrechter Dauerbrenner wurde und eigentlich mit eines der bekanntesten der Band JOE ist. Gefolgt wird er von „Nuclear Bitch“, in dem wir weibliche angenehme Vocals vernehmen. Es ist ein ruhiger Track, der gerade noch mit der Qualität vom Opener mithalten kann und keine sonderlichen Überraschungen bereit hält.

Ab „Drowning“ kratzt man sich am Kopf und fragt sich, ob sich die Band in diesem Werk bewusst war, wie man ein Album aufbaut und ein gewisser eigener Stil erkennbar sein sollte - gerade bei einem Debütalbum. DORIAN DEVERAUXs rauchiger Gesang fällt hier besonders auf und ist sicher ein Markenzeichen der Band. Dennoch klingt er hier, wie auch in den kommenden Tracks ungeübt, wenig kraftvoll und leicht unsicher.
Vielleicht hätte man den starken Opener nicht als erstes auf das Album brennen sollen, denn nun wirken die restlichen Songs schwächlich und unausgereift. Einzig „2nd Skin“ und „Nowhere Girl“ Coverversion der britischen Band THE CHAMELEONS stechen positiv hervor und sind durchaus gelungene Werke.

JOE arbeiten mit kräftigem Schlagzeug, Gitarren und Keyboardklängen. Sie versuchen sich aber auch an Elementen des Synth-Rock, harten Gitarrenriffs und noch zaghaften Growls. Der Beat ist dennoch mitreißend, da er stark in den Vordergrund gerückt wird. So steht am Ende ein bunter Stil-Mix, der in vollendeter Form sicher prägend für die Band ist und eine Menge Hörer finden wird.

Die Anzahl der eigentlichen Songs hat sich auf der amerikanischen Variante nicht verändert. Hinzukommen noch eine Akustik-Version von „Alone“ und ein Live-Mitschnitt von „Neochrome“. Die Akustik-Nummer ist respektabel, auch wenn die Stimme von Frontmann DORIAN leicht energielos wirkt.

Alles in allem merkt man bei „Holy Beauty“ deutlich, dass die fünfköpfige Band hier in den Kindesfüßen steckt und noch keine klare Linie gefunden hat. Das Potenzial kann man in einzelnen Songs sehr gut erkennen und somit bleibt zu hoffen, dass sie dies selbst bemerkt haben und hier weiter ausbauen.
JESUS ON EXTASY möchten Provozieren? Dann sollten sie das nicht nur in den Liedtexten machen – die teilweise etwas holprig klingen – sondern auch im Sound!

ANSPIELTIPPS:

Assassinate Me
2nd Skin

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AUTOR

christin
christin:
"Ein Album, das noch in den Kinderschuhen steckt aber deutlich Potenzial zeigt."

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(6 von 10 Punkten)
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TRACKLISTE

1. Assassinate Me
2. Nuclear Bitch
3. Drowning
4. Neochrome
5. 2nd Skin
6. Alone
7. Puppet
8. Holy Beauty
9. Nowhere Girl
10. Reach Out
11. Assassinate Me (KMFDM Remix)
12. Alone (Acoustic Version)
13. Neochrome (Live)

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