CYLIX: Alpha
Schwirrendes Synthie-Geflicker, gemächliche Beatfolgen gepaart mit future-poppigem Singsang: als Stimmungsaufheller für alle ASSEMBLAGE 23- und/oder SEABOUND-Fans unter euch, dürfte das Debütalbum von PLASMAG und HARRY aka CYLIX sicherlich funktionieren.
Während der Opener "Enter" in seiner Eintönigkeit ein wenig an die Kollegen von ZENTRIERT INS ANTLITZ erinnert, überraschen Tracks wie "Miles Divide" durchaus mit passablen wie eingängigen Beats jenseits des Einheitsbreis, aber so richtig vom Hocker hauen wollen selbst diese Lichtblicke der Platte nicht. Handwerklich ist das alles sicherlich gut gemacht, stimmlich hier und dort auch durchaus interessant, aber insgesamt fehlt irgendwie der Biss. "Alpha" klingt melodiös, aber irgendwie nicht eingängig und die (einem Genre wie dem Future Pop zueigne) Gradwanderung zwischen Leichtigkeit und Langeweile vermögen nur die ganz Großen dieser Zunft zu bewerkstelligen.
Für ein Erstlingswerk ist das nicht wirklich schlecht, was die griechischen Herrschaften von CYLIX hier abgeliefert haben:
Das Album plätschert heiter bis wolkig vor sich hin und mag als fluffige Hintergrundbeschallung bei der Arbeit durchaus dienlich sein, aber zu mehr reicht es leider nicht. Da können sich Genre-Götter wie TOM SHEA oder RONAN HARRIS entspannt zurücklehnen: Ihren Platz im Weichspül-Elektro-Olymp werden CYLIX ihnen sicherlich so schnell nicht streitig machen können.
Miles Devide
Heal Me


