THE CROWN: Doomsday King
Zweifellos hatten THE CROWN mit JOHAN LINDSTRAND (ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTETT) und AT THE GATES-Fronter TOMAS LINDBERG mehr als ihren gerechten Anteil an einzigartigen Frontmännern. Dennoch versuchen MARKO TERVONEN, MARCUS SUNESSON, MAGNUS OLSFELT und JANNE SAARENPÄÄ nun nach fünf Jahren Auszeit mit Neuzugang JONAS STALHAMMAR als Sänger einen Neuanfang.
Für viele Fans ist dieser Versuch natürlich von vorne herein zum Scheitern verurteilt, da JONAS in der unangenehmen Situation ist, sich mit zwei der besten Sänger im Death-Metal-Bereich vergleichen lassen zu müssen. Doch wer "Doomsday King" vorverurteilt, der tut den Schweden damit absolut unrecht, denn der neue Output von THE CROWN braucht den Vergleich mit den zeitlosen Erstlingswerken "Hell Is Here" und "Deathrace King" keineswegs zu scheuen. JONAS klingt überraschend vertraut, passt sich perfekt in den Sound von THE CROWN ein und erinnert in seiner Art zu singen sogar oft an JOHAN auf "Hell Is Here". Gleichzeitig hat das Songwriting der Band aber auch einen Schritt nach vorne getan und bietet zum Beispiel mit der Midtempo-Walze "The Tempter And The Bible Black" eine neue Facette im Song-Spektrum. Dennoch liegt der Schwerpunkt von "Doomsday King" natürlich wie gehabt im Vollgas-Bereich, in dem die Band auch am besten zu gefallen weiß. Zeitlose Thrash-Riffs treffen auf brachiale Death Metal-Beats. Auch die übrigen typischen Trademarks des THE CROWN-Sounds wie melodische Gitarrenlinien, die noch von Tracks wie "Vengance" oder "Black Lightning" bestens in Erinnerung sind, finden sich in Nummern wie "Soul Slasher", "Age Of Iron" und "From Ashes I Shall Return" wieder. Insofern sollten eben auch die Oldschool-Fans ruhig mal ein Ohr riskieren. Die Produktion von "Doomsday King" ist angenehm transparent und klar ausgefallen. Selbst in Parts, bei denen die Drums Höchstgeschwindigkeits-Blastbeats knüppeln und bei den Gitarren Flitzefinger-Riffs dominieren sind alle Instrumente klar und sauber vernehmbar.
"Doomsday King" ist auf jeden Fall eine große Überraschung, denn THE CROWN ist es gelungen trotz Sängerwechsel wieder dort an zu knüpfen, wo sie vor fünf Jahren aufgehört haben.
Soul Slasher
Through The Eyes Of Oblivion
Doomsday King






