BERLINER BOMBENCHOR: With Greetings From Hell
Der BERLINER BOMBENCHOR veröffentlicht mit „With Greetings From Hell“ sein erstes Album. Hinter dem martialischen Namen verbergen sich fünf Musiker aus Berlin, die schon einiges an Erfahrungen in anderen Bands sammeln konnten. Jetzt haben sie sich einer Mischung aus Gothic, Rock und Blues verschrieben.
Gut, nach der obigen, mir freundlicherweise von der hauseigenen PR-Abteilung zugelieferten Einleitung, darf ich sagen - es bleibt an mir hängen. Ich werde mich innerlich darauf vorbereiten, dass mich die Cheffes von the SPINE des Musikkreises verweisen werden, wenn die folgenden Zeilen, die Hausband in ein nicht so besonders gutes Licht stellen. Schließlich betätigt sich die männliche Seite der Chefabteilung am Bass und mit Sängerin CHRISSI ist auch eine SPINE-Autorin in der Band zu finden.
Aber noch ist es nicht soweit und wir werden am Ende dieser Besprechung gemeinsam sehen, wo wir angekommen sind. Jedem, der meine seltenen Rezensionen gelesen hat, wird aufgefallen sein, dass ich kaum sehr tief auf die musikalische Seite eingehe, das wird sich auch jetzt nicht ändern.
Und so fängt es mit dem Bandnamen an – BERLINER BOMBENCHOR halte ich für eine gute Betitelung einer Grindcore-Truppe. Allerdings ist in diesem BERLINER BOMBENCHOR weder Grind noch Core enthalten, soviel kann ich vorweg nehmen. Die Presseinfo sagt etwas von Satan, Blues, Rock’n’Roll. Gut, das Wort “Devil” habe ich in einem der Songs vernommen, rollen tut es eigentlich auch. Da irgendwo auch noch das Wort Gothic auftaucht, darf natürlich ein weibliches Wesen nicht fehlen. Sensationeller Übergang zum Thema Gesang: Sängerin CHRISSI unterstützt eine REITER/RAMMSTEIN/BELA B.-Stimmenmixtur, die auf jeden Fall etwas gewöhnungsbedürftig ist. Ich hoffe, dass sich das bei weiteren Durchläufen legt.
„With Greetings From Hell“ ist der erste Output des BERLINER BOMBENCHORs und so kann sich sicherlich noch eine angenehmere Verbindung zwischen Gesang und der rollenden Musikbegleitung entwickeln.
Hübsch im Gehör wird es, wenn die Band wie bei “Blackest Of The Black”
ein wenig das Tempo anzieht. Das sollte nachher noch mal lautstark auf der Heimfahrt angesteuert werden.
Jetzt habe ich mich gleich eines OX-Fanzine-Reviews durch die Rezension gequält, ohne groß auf Songstrukturen und technisches Tralala einzugehen. An sich ist „With Greetings From Hell“ eine nette Platte, mit dem einen oder anderen Höhepunkt, wie etwa schon dem angesprochenen “Blackest Of The Black”. Auch die Ballade “One Million Souls” rumpelt und rollt fein durch meinen Kopf und der Slogan “Bombenchor, Bombenchor” hat sich komischerweise schon nach dem ersten Hören des gleichnamigen Songs manifestiert. Hört euch das Ding einfach mal an. Was wird das kosten? Sicher nicht die Welt, auf eine limitierte Pyramidenedition werdet ihr wohl leider verzichten müssen.
Ich werde jetzt alle Telefone und Mailadressen abstellen.
Nicht nötig :-) (Anm. des Lektorats)
Blackest Of The Black
Bomben Chor
One Million Souls





