BEATI MORTUI: Let The Funeral Begin
Wenn man an Musik aus Finnland denkt, kommt einem eigentlich sofort der Gedanke an Heavy Metal oder Rock-Musik. Doch es gibt auch hammerharten "Hellectro" aus dem Land der Mitternachtssonne und zwar von der Band BEATI MORTUI.
Bereits mit ihrem Demo konnten die drei Finnen beim „Battle Of The Bands“ des Sonic-Seducer-Magazins abräumen, mit ihrem Debüt “All But Dreams Will Die” 2008 beim WGT auftreten und DAS ICH als Support auf deren Tour begleiten.
Es gibt mittlerweile zig Bands, die das Electro/Industrial/Hellectro Genre à la HOCICO oder AMDUSCIA bedienen. Doch “Let The Funeral Begin” ist anders.
Hier trifft harscher EBM mit stampfenden Beats auf seichte Piano- und Synthieklänge. Auch etwas Besonderes ist der verzerrte Sprechgesang von MARIA MORTIFERA, ist es bei den meisten Bands doch eher so, dass die verzerrten Vocals den Männern überlassen sind. Hier sind sie gemischt mit MARIAs teilweise feinem Gesang.
Das Album gibt es in zwei Versionen. Als digitales MP3-Album und als eine auf 666 Stück limitierte Doppel-CD, die neben dem aufwändigen Digipack Remixe internationaler Top Acts wie SUICIDE COMMANDO, C-LEKKTOR oder finnischer „Darkstars“ wie PROTEUS, MACHINE PARK, KUROSHIO oder ERILAZ enthält. Gemastert wurde das Album übrigens von JAN L., dem Mann hinter NOISUF-X und X-FUSION, der bekannt für seine qualitativ hochwertigen Arbeiten ist.
Aber nun sei auch etwas zum Album selber gesagt:
Bereits das Intro “Painting…“ macht neugierig auf das, was da noch kommen mag. Okay, man hat bei „Vision Of Hell“ vielleicht erst den Eindruck, dass man den Sound schon zu oft von anderen Bands gehört hat, aber bereits beim nächsten Track „Prey“ und dem Titelsong „Let the Funeral Begin“ wird dem Hörer deutlich, dass es noch andere Möglichkeiten im Elektrobereich gibt. Der krächzende Sprechgesang von MARIA, die harten Beats und dann wieder MARIAs seichte Stimme zwischendurch macht zum Beispiel auch „Soulreaper“ zum Hörerlebnis.
Schon fast melodisch und etwas ruhiger aber dennoch mit ordentlich Wumms in den Beats und E-Gitarren geht es bei „Deathrow“ zu, mit Gesang von BRUNO KRAMM von DAS ICH. “Sanctimonious” mischt sakrale Klänge mit verzerrtem Gesang und den typischen harten Rythmen und eingängige Melodien.
Auch der Track „Musta Surma” in finnischer Sprache funktioniert gut, für all diejenigen, die der Sprache mächtig sind, ist er vielleicht noch ein klein wenig interessanter.
So knallig wie das Intro angefangen hat so ruhig hört das Outro „…Obsequiae“ auf.
Auf der zweiten CD befinden sich dann elf Remixe von vier Songs des Albums, zum Beispiel „Vision Of Hell“ von SUICIDE COMMANDO und C-LEKKTOR, oder „Let The Funeral Begin“ von den finnischen Bands PROTEUS und KUROSHIO. Sie alle sind im typischen Hellectro-Stil, mal härter mal sanfter. Melodischer geht es bei „Prey“ gemixt von DIE BRAUT los und mit typischen EBM-Rythmen der 90er beim Mix von MACHINE PARK. Auch die Remixe „Soulreaper“ von OVERFLOW-110 und INLINE.SEX.TERROR lassen einen direkt mit dem Kopf nicken und laden zum Abtanzen ein.
Auf “Let The Funeral Begin” ist gesamt gesehen jeder Track ein Dancfloorknaller und für jeden „Hellectro“-Liebhaber ist die Scheibe auf jeden Fall ein Kauf-Muss!
Prey
Deathrow (feat. B. KRAMM)
Musta Surma
Vision Of Hell (Remix By SUICIDE COMMANDO)
Let The Funeral Begin (Remix By KUROSHIO)
Prey (Remix By MACHINE PARK)
TRACKLISTE
CD1:
1. Painting… (Intro)
2. Vision Of Hell
3. Prey
4. Let The Funeral Begin
5. Deathrow (Feat. B. KRAMM)
6. Sanctimonious
7. Soulreaper (Album Version)
8. All Is Good (The Demon)
9. Touch Me Not
10. Alone
11. Musta Surma
12. …Obsequiae (Outro)
CD2:
1. Vision Of Hell (Remix By SUICIDE COMMANDO)
2. Vision Of Hell (Remix By C-LEKKTOR)
3. Let The Funeral Begin (Remix By PROTEUS)
4. Let The Funeral Begin (Remix By KUROSHIO)
5. Let The Funeral Begin (Remix By CENTHRON)
6. Prey (Remix By ERILAZ)
7. Prey (Remix By DIE BRAUT)
8. Prey (Remix By MACHINE PARK)
9. Prey (Remix By EISENFUNK)
10. Soulreaper (Remix By OVERFLOW-110)
11. Soulreaper (Remix By INLINE.SEX.TERROR)






