NEVERMORE, SYMPHONY X, PSYCHOTIC WALTZ, MERCENARY, THAUROROD

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DATUM
26.02.2011
ORT
Oberhausen, Turbinenhalle, "Power Of Metal"-Tour 2011

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Nach dem großen Erfolg der letzten “Power Of Metal”-Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, gab es dieses Jahr ein Remake. Zwei Headliner gingen mit tatkräftiger Unterstützung einiger Supportbands an den Start. Dieses Jahr waren NEVERMORE und SYMPHONY X mit THAUROROD, MERCENARY und PSYCHOTIC WALTZ unterwegs.

THAUROROD
Die erste Band des Abends waren THAUROROD. Die Band aus Hyvinkää, Finland, wurde 2002 gegründet und hat seitdem noch kein Album veröffentlicht. Lediglich drei Demos wurden bisher der Öffentlichkeit präsentiert. Warum dies so ist, konnte mir niemand erklären. An mangelnder Begabung konnte dies jedoch nicht liegen. Melodischer Symphonic Metal mit leider viel zu leisem Keyboardsound wurde geboten. Die Musik von THAUROROD klingt sehr heroisch und wird mit viel Power präsentiert. Die noch sehr spärlich gefüllte Turbinenhalle applaudierte recht ordentlich für die Italiener.
www.thaurorod.com

MERCENARY
Nach Italien ging es mit Dänemark weiter. MERCENARY sind eine dänische Symphonic-Metal-Band, die im Jahr 1991 gegründet wurde. Sieben Jahre später veröffentlichten die vier Dänen ihr erstes Album. Das neuste Album der Schweden, „Metamorphosis“, erschien am 25. Februar 2011. Ein orchestrales Intro „Into the Sea of Dark Desire“ eröffnete das Konzert. Mit einem Krachen folgte der erste Song „World Hate Center“. Der Sound von MERCENARY brachial – harte Riffs mit stampfenden Bässen waren Basis für einen rauen Gesang, der auf den ausgiebigen Konsum von Zigarren und Whiskey schließen ließ. Neben der guten Musik war auch das schauspielerische Talent der Dänen eine Augenweide. Wie es sich für anständige Metaller gehört, wurde für das Publikum gepost, was das Zeug hält.
www.mercenary.dk

PSYCHOTIC WALTZ
Ein Highlight des Abends war der Auftritt von PSYCHOTIC WALTZ. Seit 14 Jahren warteten die Fans der Band auf einen Auftritt der Ausnahme-Metaller. Vor 30 Jahren wurde PSYCHOTIC WALTZ von fünf Musikern gegründet und 1996 veröffentlichten sie ihr vorerst letztes Album „Bleeding“. Lange Zeit war es ruhig um die Formation, bis sie sich in diesem Jahr mit neuem Material und Tourdaten zurück meldete. Der Auftritt wurde begleitet von stürmischem Applaus und Beifallsrufen. Einige der Besucher schienen den Weg nach Oberhausen extra für PSYCHOTIC WALTZ gesucht zu haben. PSYCHOTIC WALTZ schufen mit ihrer Musik und der dramatischen Ausstrahlung von BUDDY LACKEY eine enorme Stimmung, die die Besucher in Ekstase versetzte. Der Name der Band ist Programm. Die eindringliche Stimme übermittelt Geschichten die Gänsehaut verursachen. Frenetischer Applaus war ebenso das Ergebnis wie die Hoffnung der Fans auf ein baldiges Wiedersehen der Band auf einer Bühne.
www.psychoticwaltz.com

SYMPHONY X
Nun war es Zeit für den ersten Headliner des Abends. Fünf langhaarige Kerle betraten die Bühne und begrüßten das Publikum mit einem verschmitzten Lächeln. SYMPHONY X starteten ihre Karriere im Jahr 1994 und nahmen in diesem Jahr auch ihr erstes Album auf. Dieses kam allerdings zunächst nur in Japan auf dem Markt und erschien nach dem Release des zweiten Albums auch im Rest der Welt. Nach einigen erfolgreichen Alben und ausgedehnten Touren soll in diesem Jahr das nunmehr achte Album „Iconoclast“ erscheinen. Mit einem hervorragenden Gespür für das Spiel mit dem Publikum, musizierten sich SYMPHONY X in die Herzen der Fans. Nicht nur die Musik stimmte, auch die Show auf der Bühne. Mit Witz und Charme umgarnte Frontmann RUSSEL ALLEN das Publikum und bekam es von ihnen mit lautem Applaus gedankt. Bis auf einige Soundprobleme, wie bei allen anderen Bands auch, stimmte bei diesem Auftritt alles. Der Spaß and er Musik ging von der band direkt auf das Publikum über.
www.symphonyx.com
www.facebook.com/symphonyx

NEVERMORE
Eine Band stirbt, eine andere wird geboren. So könnte man den Anfang von NEVERMORE beschreiben. Mit dem Ende von SANCTUARY erblickte NEVERMORE 1991 das Licht der Welt. Im letzten Jahr erschien eine Song-Kollektion „The Obsidian Conspiracy“, die reichen Absatz fand.
Als das Konzert anfing, sahen sich nicht wenige Besucher fragend an. Die enorme Lautstärke war recht unangenehm und ein unterscheiden der einzelnen Instrumente war leider nicht mehr möglich. Die Tiefen dröhnten viel zu stark und von den Höhen blieb nichts mehr übrig. Auch der Gesang von WARREL DANE ließ etwas zu wünschen übrig. Es hatte den Anschein, als ob er keinen Ton halten könne. Ob es an der schlechten Akustik der Turbinenhalle lag oder ob der Tontechniker einen schlechten Tag hatte, ließ sich nicht herausfinden. Leider hat der schlechte Sound den Auftritt des zweiten Headliners, einer sonst sehr guten Band, gründlich vermiest. Die Show, die NEVERMORE auf der Bühne boten, konnte leider nicht vom schlechten Sound ablenken, auch wenn sich die Bandmitglieder alle Mühe gaben.
www.myspace.com/nevermorefans

Die Auswahl der Künstler für die diesjährige „Power Of Metal“-Tour war absolut gelungen. Musikalisch passten die Stile der Bands hervorragend zusammen und so wäre für keinen Besucher Langeweile aufgekommen. Leider war das große Problem des Abends – der Sound – ein riesiges Ärgernis für die Besucher. Das spiegelte sich in schlechtgelaunten Minen, Kopfschütteln und vorzeitigem Verlassen der Turbinenhalle wieder. Grade beim Headliner NEVERMORE war es besonders ärgerlich. Auch wenn die Band ihr Bestes tat, konnte das Sound-Problem nicht überspielt werden.

Setlist MERCENARY:
1. Into The Sea Of Dark Desires
2. World Hate Center
3. The Endless Fall
4. Through The Eyes Of The Devil
5. In A River Of Madness
6. The Follower
7. In Bloodred Shades
8. Firesoul

Setlist PSYCHOTIC WALTZ:
1. Ashes
2. Spiral Tower
3. Haze One
4. Into the Everflow
5. Morbid
6. Cold
7. Halo Of Thorns
8. Nothing

Setlist SYMPHONY X:
1. Of Sins And Shadows
2. Domination
3. Serpent's Kiss
4. End Of Innocence
5. Paradise Lost
6. Inferno (Unleash The Fire)
7. Smoke And Mirrors
8. Dehumanized (New Song)
9. Set The World On Fire (The Lie Of Lies)

Setlist NEVERMORE:
1. Moonrise (Through Mirrors Of Death)
2. The Termination Proclamation
3. Your Poison Throne
4. Born
5. The Heart Collector
6. Emptiness Unobstructed
7. The River Dragon Has Come
8. This Godless Endeavor
9. Narcosynthesis
10. Enemies Of Reality

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AUTOR

Ben Blaschke
Ben Blaschke:
"Geballte Ladung Metal in industriellem Ambiente, leider mit enormen Soundproblemen."