MOONSPELL + DAGOBA + JADED STAR

Da es uns im September im Circolo Colony so gut gefallen hatte MUSSTEN wir einfach nochmal herkommen, zumal an meinem Geburtstag eine meiner absoluten Lieblingsbands, DAGOBA, hier spielen sollte.

Zunächst hatten wir kurz Bedenken ob eine französische Band nach den Anschlägen in Paris nicht ein paar Konzerte absagen würde. Aber nicht DAGOBA!

Drei Bands aus drei Ländern und mit so unterschiedlichen Stilrichtungen: Das klang auf jeden Fall interessant.

JADED STAR aus Griechenland (und Italien, wie die Sängerin MAXI mehrfach betonte) hat es als erste Band naturgemäß sehr schwer. So musste ihr Heavy/Power Metal „gegen“ die augenscheinlich fast nur aus MOONSPELL-Fans bestehenden Zuschauer ankämpfen, die so langsam in den Club tröpfelten. Erschwerend kam hinzu, dass sie auch nur 30 Minuten spielen durften. Das machte es echt schwer für Stimmung zu sorgen.

Dann kam DAGOBA. Ich gebe zu, ich bin ein großer, nein ein sehr großer Fan dieser französischen Band, die hier zum ersten Mal in Italien auftrat. Auch sie hatten es etwas schwer, aber wenn SHAWTER, der charismatische Sänger, abgeht, bleibt keiner unbeeindruckt. Das drückt, das peitscht, da zittert die Luft. Das Groove/Industrial Metal ist knallhart und gradlinig. Ohne Schnörkel. Die Band braucht keine Masken, keine Kostüme. Nur Wasser über die Haare. Purer geht’s kaum. Und schneller auch fast nicht. Ich war mal wieder hin und weg und musste mich wirklich konzentrieren, um noch fotografieren zu können ;-) Zumal der sehr verbaute Graben noch zusätzlich durch ein auf dem Boden kauerndes Liebespaar und ein fröhlich tanzendes Fangirl „verstopft“ war. Wirklich erschwerte Bedingungen ;-).

Danach wurde es dann richtig ruhig. Jedenfalls auf der Bühne. Davor dafür um so lauter. Das Black Metal von MOONSPELL aus Portugal, für mich fast ein Schock nach DAGOBA, war das, was die Fans schon die ganze Zeit hören wollten. Und die Band, die es im Grunde schon seit 1989 gibt, absolvierte ihren Auftritt absolut professionell. Der Sänger FERNANDO RIBEIRO gab alles, ging mit und zeigte seine Gefühle. Wirklich überzeugend.

Beim Essen im gegenüberliegenden Restaurant (das ist wirklich sehr zu empfehlen und so praktisch!), sprach uns plötzlich jemand an, ob wir DAGOBA-Fans wären und fragte, ob er sich zu uns an den Tisch setzen dürfte. Es war SHAWTER. Ich musste kräftig schlucken. Der Sänger meiner Lieblingsband! Es war eine sehr interessante Unterhaltung, um Konzerte, Stilrichtungen, lange Touren weg von der Familie … der Mann ist wie seine Musik: Direkt, klar, gradlinig.

Was für ein (Geburts-)Tag!

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AUTOR

Thomas Rossi
Thomas Rossi:
"Unterschiedlicher kann die Musikrichtung bei einem Konzert fast nicht sein, aber genau das ist das Schöne an Metal!"