M'era Luna 2011 - Sonntag
Der Sonntagmorgen zeigte sich gar nicht von seiner guten Seite. Um kurz vor elf machten wir uns mit Regenschirm bewaffnet auf zur Main Stage auf der als erste Band dieses Tages PAKT spielen sollte. Viele Besucher lagen wahrscheinlich zu dieser für Festivalbesucher viel zu frühen Zeit noch in ihren Zelten oder schreckte der Regen ab.
Sonntag – Mainstage
PAKT spielten mit einem Intro und drei Songs leicht EBM-angehauchten Elektro mit einer Mischung aus COVENENT und AND ONE. Letzteres dürfte nicht überraschen, sind CHRIS RUIZ und GIO VAN OLI keine Unbekannten, stiegen sie erst vor kurzem bei AND ONE aus. Es ist immer irgendwie etwas seltsam wenn bei Konzerten Mädchen in Uniformen mit wehenden Fahnen auftreten und Texten die eher grenzwertig sind, auch wenn nur um zu provozieren. Nach 15 Minuten war dieses Set auch schon wieder vorbei, anstatt der geplanten 20 Minuten. (BR)
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PAKT-Setlist:
1. Intro
2. Freiheit
3. Angriff
4. Lichterloh
Das Schweizer Trio THE BEAUTY OF GEMINA bot passend zum Wetter 80er Gothrock gepaart mit Elektro-Klängen. Und mit der charismatischen düsteren Stimme von MICHAEL SELE und den dunklen und ausdrucksvollen Texten war es ein gelungener Start in den Tag. (BR)
www.thebeautyofgemina.com || www.myspace.com/thebeautyofgemina
THE BEAUTY OF GEMINA-Setlist:
1. Sacrificed to the Gods
2. The Lonesome Death of A Goth DJ
3. Shadow Dancer
4. This Time
5. Suicide Landscape
6. Dark Rain
7. Rumours
Noch immer hatte im Himmel keiner das Ventil gefunden, mit dem an den Wasserhahn abdrehen konnte. Doch davon ließen sich die Mitglieder von COMA DIVINE nicht abhalten. Sie trotzten ebenso wie zahlreiche ihrer Fans dem Wetter und lieferten eine tolle Show ab. Die „rockigen Klängen mit einer Portion Wahnsinn“, verbunden mit der tollen Stimme von SONJA KRAUSHOFER ließen die Regenschirm vor der Bühne wippen und die Fans das blöde Wetter für kurze Zeit vergessen. Doch der Wettergott meinte es leider nicht ganz so gut mit der Band. Während ihres Auftrittes sammelte sich viel Wasser auf dem Dach der Bühne, welches sich noch während des Konzertes einen Weg nach unten bahnte. Direkt neben SONJA auf die Bühne. Diese rettete nach kurzer Schrecksekunde mit einem gekonnten Sprung einige technische Utensilien und sang weiter als sei nichts geschehen. Auch die ganzen Techniker und Helfer, die versuchten zu retten, was noch zu retten war und das Wasser von der Bühne zu schieben, hinderten COMA DIVINE nicht daran, ihren Auftritt fortzusetzen als sei dies bei ihren Auftritten immer so. Hut ab kann man da nur sagen. Die Fans, die sich trotz des Wetters vor der Bühne versammelt hatten, dankten es ihnen mit viel Applaus. (YS)
www.coma-divine.com || www.myspace.com/bandcomadivine || www.facebook.com/pages/COMA-DIVINE/115341491810523
COMA DIVINE-Setlist:
1. Intro
2. Burn, Sister!
3. The Odd One Out
4. From Time To Time
5. I Remember
6. Praise The Fallen
7. Secret Lover
8. Fast Lane
9. About A Girl
Bevor COPPELIUS die Bühne betreten konnten, versammelten sich zunächst erneut zahlreiche Techniker und Helfer und beratschlagten, was nun zu tun sei. Wasser wurde in den Fotograben geschoben, Geräte abgedeckt und das Loch in der Decke begutachtet. Schließlich kletterte ein Techniker todesmutig auf das Dach und sorgte dafür, dass das Wasser schneller abfließen konnte. Währenddessen bereiteten sich COPPELIUS scheinbar ungerührt, wenn auch mit dem ein oder anderen kritischen Blick auf ihren Auftritt vor. Der Platz vor der Bühne füllte sich trotz anhaltendem Dauerregen zusehends und auch bei diesem Konzert sollten die Fans nicht enttäuscht werden. In gewohnter Manier betrat zunächst BUTLER BASTILLE die Bühne und bereitete die Anwesenden auf das Kommende vor. Dann betraten restlichen, wie üblich in Gehrock, Vatermörder, Frack und Zylinder gekleideten, Bandmitglieder die regennasse Mainstage. Der Auftritt von COPPELIUS wurde durchgezogen, als sei auch hier der Regen das normalste von der Welt. Die Regenschirme wurden ebenso wie ihre Besitzer einfach in die Show miteingebunden. Wie gewohnt war die Stimmung großartig. Die Berliner Band kam extrem gut an und zog die Besucher von Anfang an so in ihren Bann. Dass diese trotz des Nass von Oben beharrlich vor der Bühne auf eine Zugabe warteten, die ihnen auch dargeboten wurde. (YS)
www.coppelius.eu || www.myspace.com/coppeliushilft || www.facebook.com/CoppeliusHilft
COPPELIUS-Setlist:
01. Handschuh
02. Risiko
03. Schöne Augen
04. Gumbagubanga
05. Klein Zaches
06. Habgier
07. Coppelius Hilft
08. Diener 5er Herren
09. I get used to it
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10. Ade mein Lieb
Kaum das MONO INC die Bühne betraten, ließ der Regen nach. MARTIN ENGLER stellte fest, dass sie diesbezüglich immer Glück hätten und startet gut gelaunt in das Konzert. Und in der Tat sollte sich der Regen vom ersten Ton bis zum Letzten zurückhalten und den Fans und der Band zur großen Freude aller ein trockenes Konzert bescheren. Die Fans waren, ebenso wie die Band, super drauf und tanzten und sangen von Anfang an begeistert mit. MARTIN ENGLER spielte wie gewohnt mit seinem Publikum und sorgte so dafür, dass auch dieses Konzert ein voller Erfolg für die Band wurde. (YS)
www.mono-inc.com || www.myspace.com/monoincmusic || www.facebook.com/monoinc
MONO INC.-Setlist:
1. This is the day
2. Symphony of Pain
3. Viva Hades
4. Forgiven
5. The Passenger (Acoustic) + Drumsolo
6. Voices Of Doom
7. Get Some Sleep
Regen, na und?! Scheinbar gehört das einfach dazu, wenn END OF GREEN den Hildesheimer Flugplatz wachrütteln. Die Fans waren jedenfalls zur Stelle mit Regenschirm und Riesenfolie. Das Set begann mit dem Titelsong des jüngsten Werks „High Hopes In Low Places“ und setzte sich auch hauptsächlich aus Songs der letzten beiden Veröffentlichungen zusammen. Nebenbei durfte man auch erfahren, dass Frontmann MICHELLE DARKNESS eben NICHT durch Urlaub leichte Bräune erhascht hatte … nun ja, auf anderen Festivals in diesem Sommer war scheinbar besseres Wetter. Kurzum, die Laune der Stuttgarter war brillant. END OF GREEN ließen die knappen 45 Minuten Spielzeit wieder zum absoluten Erlebnis werden. Manch einer wird Titel wie „Cure My Pain“ oder „Demons“ vermisst haben. Andererseits zünden die aktuellen Songs mindestens genauso gut und begeistern eine immer breitere Masse. (SH)
www.endofgreen.de || www.myspace.com/endofgreen || www.facebook.com/pages/end-of-green/354439435400
END OF GREEN-Setlist:
1. High Hopes in low Places
2. Drink Myself to Sleep
3. Under the Sway
4. Killhoney
5. Hurtder
6. Goodnight Insomnia
7. Tie me a Rope
8. Sunday Mourning
9. Saviour
Als TANZWUT ihren Auftritt begannen, war endlich der Regen vorbei, jedoch fegte immer noch ein ordentlicher Wind über das Festivalgelände, der immer wieder dunkle Wolken heranbrachte. TEUFEL und seine Mannen versuchten mit Hilfe des Publikums, dessen Meer aus Händen, passend zum Song „Meer“ den Wettergott zu beschwören. Das gelang nur zum Teil, da sich die eine Hälfte des Himmels schwarz zuzog und die andere Hälfte blauen Himmel und Sonnschein zeigte. Doch die Mittelalter Rocker und das Publikum ließen sich nicht beirren, und feierten mit Songs zum Mitsingen wie das ÄRZTE Cover „Bitte, bitte“, „Lügner“ oder „Nein, nein“ das M’era Luna Festival. Fans von TANZWUT können sich freuen da am 16. September das neue Albums mit dem Titel „Weiße Nächte“ erscheint. (BR)
www.tanzwut.com || www.myspace.com/tanzwutmusic || www.facebook.com/TANZWUTOfficial
TANZWUT-Setlist:
01. Toccata
02. Ihr wolltet Spaß
03. Meer
04. Merseburger Zaubersprüche
05. Lügner
06. Wächter
07. Bitte, bitte (ÄRZTE-Cover)
08. Vulkan
09. Teufel im Paradies
10. Der Arzt
11. Nein, nein
12. Schattenreiter
20 Jahre und kein bisschen leise. Vor nicht allzu langer Zeit haben die Mannen von PROJECT PITCHFORK ihren Meilenstein für 2 Dekaden Bandgeschichte in Form einer Best-Of Scheibe festgeschrieben, da steht bereits das neue Album „Quantum Mechanics“ vor der Tür. Da ist es natürlich klar, dass man auch auf einschlägigen Festivals nicht fehlen darf. Bei mittlerweile halbwegs sonnigem Wetter und mit entsprechend guter Spiellaune präsentierten SPILLES und Co Songs aus ihrer umfangreichen Diskographie. Schon der zweite Titel der Setlist war der Hit „Timekiller“ und der eine oder andere aufmerksame Festivalbesucher sollte nicht allzu überrascht gewesen sein, als plötzlich STEVE NAGHAVI die Bühne betrat und mit PETER SPILLES den Song im Duett zum Besten gab. Erinnerungen an den AND ONE Auftritt bei einem Amphi - Festival werden wach, als damals SPILLES und SCHEUBER überraschend die Bühne stürmten, während dort gerade das AND ONE Cover des besagten Titels gespielt wurde . Doch die jüngste Aktion war abgesprochen und auch vorhersehbar, wenn man STEVE bereits beim Gig von PAKT am Vormittag im Publikum gesehen hatte. Die aktuellen Geschehnisse im AND ONE Zirkus lassen hier natürlich auch Raum für Spekulationen. Bezeichnend dürfte dennoch SPILLES Kommentar am Ende des Songs gewesen sein, nachdem NAGHAVI die Bühne wieder verlassen hatte: „Sieh an, wer da plötzlich wieder gothic ist!“. Sicher nur eine Spitze unter Freunden … Ansonsten sah man ein gewohnt kraftvolles PITCHFORK Konzert, dessen Höreindruck an mancher Stelle durch den teilweise starken Wind leider etwas getrübt wurde. (SH)
www.project-pitchfork.eu || www.myspace.com/projectpitchfork || www.facebook.com/pages/Project-Pitchfork-Official/65663206412
PROJECT PITCHFORK-Setlist:
01. Intro
02. Continuum
03. Timekiller (feat. STEVE NAGHAVI)
04. Souls
05. Beholder
06. Mine
07. Steelrose
08. Conjure
09. Endless Infinity
10. I Am
11. Fire & Ice
12. Existence
13. Lament
VNV NATION heizten mit ihrem Future Pop den Leuten noch einmal ein bevor das M’era Luna Festival mit HURTS seinen Abschluss finden sollte. RONAN HARRIS und MARK JACKSON boten endlich mal wieder eine großartige Show. RONAN fegte über die Bühne und brachte einen Hit nach dem anderen. Er versuchte zwar immer das Publikum anzuheizen, das feierte aber von sich aus jeden Song. Ob „Chrome“, „Tomorrow Never Comes” oder „Further”. Zwei neue Songs stellten VNV NATION von ihrem neuen Album vor, das am 16. September raus kommt. „Shine (Your Light On Me)“ und „Nova“ sind sehr ruhige Songs, was aber hoffentlich nicht bedeutet, dass das Album gänzlich ruhig wird. Es war eine große VNV NATION Party. (BR)
www.vnvnation.com || www.myspace.com/vnvnation | www.facebook.com/VNVNation
VNV NATION-Setlsit:
01. Chrome
02. Tomorrow Never Comes
03. Farthest Star
04. Shine (Your Light On Me) (new Song)
05. Standing
06. Further
07. Control (new Song)
08. Illusion
09. Beloved
10. Perpetual
Auf die grandiose “Gute-Laune-Party” von VNV NATION folgte mit HURTS der wohl umstrittenste Headliner des Festivals. Während sich die Einen fragten, warum HURTS und nicht VNV als Headliner angesetzt waren, freuten sich die Anderen ein Loch in den Bauch. Wieder andere wunderten sich ob der Wahl des Headliners und blieben vor Ort, um herauszufinden wie die zwei Herren aus England denn so klingen und auftreten würden. So entstand ein reges Kommen und Gehen und doch blieben mehr, als von vielen erwartet.
Schon der Bühnenaufbau ließ großes erahnen. Rund um ein Piano waren Streichinstrumente und Pauken aufgebaut und eine große Lightshow sorgte für die richtige Stimmung. Ergänzt wurde das Ganze durch zwei, nahezu perfekt aufeinander abgestimmte Tänzerinnen. THEO HUTCHRAFT und ADAM ANDERSON boten ihren Fans eine tolle, wenn auch wie erwartet sehr melancholische Show. Die Stimme von THEO HUTCHRAFT wurde durch die klassischen Instrumente wunderbar betont und bot ein einmaliges Klangerlebnis. Einigen Besuchern viel es jedoch etwas schwer sich nach den fröhlichen und aufgeweckten Liedern von VNV NATION auf die beschaulichen und melancholischen Klänge von HURTS einzulassen. Die gute Partystimmung wurde etwas gedämpft. Dennoch kamen HURTS bei den verbliebenen Fans gut an und sorgten unter ihnen für einen harmonischen Abschluss des Festivals. (YS)
www.informationhurts.com || www.myspace.com/ihurts || www.facebook.com/hurts
HURTS-Setlist:
01. Intro Music
02. Silver Lining
03. Wonderful Life
04. Happiness
05. Blood, Tears & Gold
06. Evelyn
07. Sunday
08. Verona
09. Unspoken
10. Mother Nature
11. Devotion
12. The Water
13. Confide in me (KYLIE MINOGUE Cover)
14. Illuminated
15. Stay
16. Gloomy Sunday
17. Better Than Love
Sonntag – Hangar
FORMALIN ein junges Industrial Techno Project aus Berlin eröffnete den Sonntag im Hangar. TOMINOUS (Vox, Composing, Lyrics) und GABOR (Drumming, Production, Lyrics) aus Berlin sind das DUO dahinter. Schneller und harter Electrosound mit Texten über die dunkle Seite des städtischen Lebens. Ihre harten Worte sollen provozieren. Der Sound war gut, die Stimmung im recht vollen Publikumsraum ausgelassen. Ob die Massen nun wegen FORMALIN dort waren oder vor dem recht beträchtlichen Regen geflohen sind, wurde mir nicht offenbart. Der letzte Song des Duos wurde als Ballade angekündigt, aber es überrascht wohl niemanden, dass diese sich wie alle anderen Songs der beiden eher wie ein elektronisches Gewitter anhörte. (BB)
www.myspace.com/formalin || www.facebook.com/formalin.music
FORMALIN-Setlist:
1. Intro
2. Yuppiescum
3. My Fetish
4. Faker
5. This Isn’t Love
Noch ein Tipp, der sich als gut erwiesen hatte, war der Auftritt der englischen Band MIRRORS. Die Musik der vierköpfigen Gruppe aus Brighton wird durch den Einsatz analoger Synthesizer geprägt und sowohl vom musikalischen Stil wie auch dem Bekleidungsstil her, mit stets tragenden Maßanzügen, kann man sie im Bereich Synthie-Pop, Elektro-Funk einordnen. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als Electro- Soul und beziehen ihre Inspirationen von KRAFTWERK, OMD oder DEPECHE MODE. Auf den Tischen verteilt verschiedenste Synthesizer aufgebaut, an denen die Engländer fantastischen Synthie Sound produzierten und Sänger JAMES „NOO“ NEW mit seinem charismatischen Gesang die Fans zurück in die 80er schickte. Zum Schluss warf sich JAMES „NOO“ NEW als witzige Showeinlage noch auf seinen Synthesizer. So war der Auftritt von MIRRORS im Hangar eine leider zu kurze gelungene Show von ihrem aktuellen Album „Lights and Offerings“. (BR)
www.theworldofmirrors.blogspot.com || www.facebook.com/theworldofmirrors
MIRRORS-Setlist:
Wie tatsächlich gerockt wird, konnte man sich gleich im Anschluss im Trockenen ansehen und -hören. A LIFE DIVIDED gibt es bereits seit 2003, doch insbesondere ihr Sänger Jürgen Plangger ist erst seit 2006 einem breiteren Publikum bekannt, weil er zu diesem Zeitpunkt als Gitarrist bei EISBRECHER angeheuert hat. Der EISBRECHER-Mitbegründer Noel Pix hat auch das aktuelle Album „Passenger“ der Münchner produziert, von dem die Truppe sieben Songs präsentierte. Der Opener „Change“ ließ es gleich amtlich krachen – immerhin spielten A LIFE DIVIDED auch vor ziemlich vollem Haus. Ihnen dürfte das schlechte Wetter in die Hände gespielt haben, aber es waren auch jede Menge Leute da, welche die Kapelle schon kannten und auch gut mitgegangen sind. Entsprechend wurde auch „Words“ mehr als wohlwollend beklatscht und die donnernden Gitarrenriffs von „Doesn’t Count“ abgefeiert. „Anyone“ schloss sich nicht minder druckvoll an, ehe „Sounds Like A Melody“ dem ALPHAVILLE-Klassiker ein neues (Rock-)Gewand verpasste, für das es verdientermaßen jede Menge Applaus gab. Mit „Hey You“ schloss sich eine weitere Breitseite an, zu der Jürgen einen Ausflug in den Graben unternahm, bevor es zum stadiontauglichen Schmachtrocker „Heart On Fire“ Lebkuchenherzen fürs Auditorium gab.
(Ulrike, www.terrorverlag.de)
www.a-life-divided.de || www.myspace.com/alifedivided || www.facebook.com/alifedivided
A LIFE DIVIDED-Setlist:
1. Change
2. Words
3. Doesn't Count
4. Anyone
5. Sounds Like A Melody (Alphaville Cover)
6. Hey You
7. Heart On Fire
(all form Album "Passenger" 2011)
Ist das jetzt TANZWUT, oder was? Nein, denn der TEUFEL geht auch gern mal seinen eigenen Weg und lud das M’era Luna Publikum zum Warm-Up Gig in den Hangar ein, um sein eigenes Werk „Absinth“ dem geneigten Publikum live zu präsentieren. Der Ansturm hielt sich jedoch in Grenzen. Womöglich lag es daran, dass die Combo in ähnlicher Besetzung 2 Stunden später eh als TANZWUT auf der Mainstage agierten? Musikalisch bietet TEUFEL nämlich keine unheimlich große Varianz zum Hauptprojekt. Ein wenig mehr Härte und etwas weniger Dudelsack, aber im Grunde ähnliche Kompositionen wie das TANZWUT Material. Lyrisch bewegten die Titel sich hauptsächlich um düstere, grausig-komische Geschichten, wie „Der Dürre König“ oder „Den Speise Ich“, die teilweise jedoch etwas belanglos wirkten. Die musikalische Umsetzung der „Moritat Vom Mackie Messer“ war leider ebenso eher platt. Wer jedoch Freude an TEUFELs Auftritten hat, für den hatte es sich allemal gelohnt. Mit guter Laune begrüßte er die Anwesenden, agierte gewohnt lässig mit dem Publikum und nutzte die gute halbe Stunde, um genügend Stücke seines Soloprojekts zu präsentieren.(SH)
www.teufel-music.de || www.myspace.com/teufeltv || www.facebook.com/TEUFELOfficial
TEUFEL-Setlist:
1. Tritt ein (Intro)
2. Absinth
3. Todesengel
4. Dürrer König
5. Mackie Messer
6. Kalt ist mein Herz
7. Den speise ich
8. Fährmann
9. Hymnus Codes Gigas
Provokationen bis die Zähne anfingen zu schmerzen. Das war einer meiner Gedanken beim Auftritt von TYSKE LUDDER. Die spärlich gesäten Momente, zu denen man das EBM-Projekt von CLAUS ALBERS (Gesang), OLAF A. REIMERS (Keys) und RALF HOMANN (Percussion & Shouting) auf der Bühne, zogen umso mehr Besucher in den bereits vollen Hangar. Die militärisch-martialischen Outfits der Drei ergänzten sich mit den harten Rhythmen und den teils schockierenden und zuweilen ekligen Bildern einer Videoprojektion im Hintergrund. Als CLAUS zu „Tempelberg mit einer Israel-Fahne auf die Bühne kam, musste man über die Botschaft ergebnislos Grübeln. Aussage, Provokation oder PR-Gag? TYSKE LUDDER ließen ihre Fans nicht zur Ruhe kommen. Tanzend bis die Knochen barsten wurde der Auftritt durchgezogen und Gnade wurde auch den Schwachen nicht gewehrt. Ein kurzer Einbruch kam zwischen „Canossa“ und „Shokkz“. Das kurz angerissene „Singing Yeah Yeah Yippie Yeah (Ich hab ne Tante in Marokko)“ versuchte kurzfristiges Stirnrunzeln. (BB)
www.tyske-ludder.de || www.myspace.com/tyskeludder || www.facebook.com/Tyske-Ludder
TYSKE LUDDER-Setlist:
01. EUGENIX
02. Tempelberg
03. Wie der Stahl gehärtet wurde
04. Androgyner Held
05. Bastard
06. Wallfahrt
07. Canossa
08. Shokkz
09. Panzer
10. Merciless
Der Lorenz hatte möglicherweise sogar die lichtscheuen Schwarzkittel aus dem Hangar gelockt. Zumindest war’s bei TYING TIFFANY recht übersichtlich. Mir war die Dame italienischer Abstammung bislang nicht bekannt, obwohl sie wohl schon seit einigen Jahren in Sachen Musik und Schauspiel unterwegs ist. Beim M’era wurde sie von einer dreiköpfigen Band begleitet, welche die brachialen Sounds für ihren verzerrten Schreigesang lieferte. Durchaus schräges Zeug, das aber nicht uninteressant war und mitunter basslastig den Magen grummeln ließ. Zum wummernden High-Speed-Electro wälzte sich das Fräulein auch schon mal am Boden – mir reichte der kleine Einblick in ihr Schaffen nach 20 Minuten dann doch und ich widmete mich altbekanntem Mittelalterrock. (Ulrike, www.terrorverlag.de)
www.tyingtiffany.com || www.myspace.com/tyingtiffany || www.facebook.com/pages/Tying-Tiffany/134456863243789
TYING TIFFANY-Setlist:
01. Intro + 3 Circle
02. Black Neon
03. Storycide
04. She Never Dies
05. Lost Way
06. Still In MY Head
07. Borderline
08. Miracle
09. Wake Up
10. State Of Mind
11. Bunny Funny Bunny
12. School
13. Show Me What You Got
14. Slowmotion
Aus dem fernen Norwegen waren die Gothic Metaller GOTHMINISTER nach Hildesheim gekommen und hatten nicht nur ihr jüngstes Baby „Anima Inferna“, das im März dieses Jahres das Licht der Plattenläden erblickt hat, im Gepäck, sondern auch jede Menge Pyro. So züngelten zu voluminösen Metal-Riffs und breiten Bass-Sequenzen immer wieder Flammen auf der Bühne oder sprühten Funken zum rhythmischen Sprech- und facettenreichen Melodiegesang des GOTHMINISTERs, der gemeinsam mit seiner Instrumentalfraktion auf absolutem High-Energy-Level unterwegs war, von mir nach einer kurzen Stippvisite allerdings schon wieder verlassen wurde, weil sich open air eine Electro-Legende ankündigte. (Ulrike, www.terrorverlag.de)
ftp.xtc-live.de/gm/index.html || www.myspace.com/gothminister
GOTHMINISTER-Setlist:
01. Intro
02. The Beast
03. Stonehenge
04. Beauty after Midnight
05. Dusk Till Dawn
06. The Posession
07. Devil
08. Anima Inferna
09. Liar
10. Monsters
11. Darkside
12. Happiness in Darkness
Und noch einmal ein kurzer Zwischenstop im Hangar, der inzwischen so gut gefüllt war, dass nur noch Leute hereinkamen, wenn andere hinausgingen. Grund für den Besucheransturm waren TIAMAT aus Schweden, die auf der bisweilen fast dunklen Bühne eine ihrer „schwarzen Messen“ feierten. Als ich dazu stieß, krachten zu rotem Licht gerade massive Gitarrenwände in Slow Motion auf die Schwarzkittel nieder, denn „Cain“ stand auf dem Zettel. Langsam zog das Tempo an und es gab „Whatever That Hurts“ auf die Mütze. Die seit über 20 Jahren agierenden TIAMAT haben dem Gothic Metal ohne Zweifel ihren Stempel aufgedrückt, der hier in aller Ausführlichkeit und Schönheit zelebriert wurde. Da beim folgenden „Divided“ die Stage tatsächlich beinahe komplett im Dunkeln lag, konnte ich von meinem Standort leider nicht erkennen, ob der Bandchef und bekennende Satanist Johan Edlund sich weibliche Live-Unterstützung geholt hatte oder der Gesang zum Klaviergeklimper aus der Konserve kam. Auf jeden Fall, schalteten TIAMAT mit „Vote For Love“ einen Gang höher, wohingegen ich mich für VNV NATION entschied.
www.churchoftiamat.com || www.myspace.com/tiamat || www.facebook.com/tiamat
TIAMAT-Setlist:
01. Fireflower / Summer by Night
02. Cain
03. Whatever That Hurts
04. Divided
05. Vote For Love
06. Brighter Than The Sun
07. Until The Hellhounds Sleep Again
08. Phantasma de Luxe
09. Cold Seed
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10. Sleeping Beauty
11. Gaia
Ein letztes Mal (und der Vollständigkeit halber) wollte ich einen Blick auf das Geschehen im Hangar werfen, wo MY DYING BRIDE gerade zu „Bring Me Victory“ Dampf abließen. Auch die Orgelklänge und knarrenden Langäxte von „Like Gods of The Sun“ wurde von der Gothic-Metal-Gemeinde mit viel Begeisterung aufgenommen, während ich die jaulende Krachlatten und umherwabernden Nebelbänke links liegen ließ und mich auf den Weg zum Hauptact machte. (Ulrike, www.terrorverlag.de)
www.mydyingbride.org || www.myspace.com/officialmydyingbride
MY DYING BRIDE-Setlist:
1. The Sexuality of Bereavement.
2. Bring Me Victory
3. Like Gods of the Sun
4. The Cry Of Mankind
5. She Is The Dark
6. Your River
7. My Body, A Funeral
8. The Dreadful Hours
Ein Strom an Festivalbesuchern verließ nach HURTS das Festivalgelände um sich entweder auf den Nachhauseweg zu machen oder an ihren Zelten den restlichen Abend zu verbringen. Es wurde ausgiebig zur legendären Startbahndisco getanzt und auf Müllcontainern herumgetrommelt. Der ein oder andere der bis zum Montagmorgen noch auf dem Campingplatz blieb, wird kaum Schlaf gefunden haben, aber das ist auf einem Festival wie dem M’era Luna eh Nebensache. Erfreulich ist, das auch die 12. Ausgabe des beliebten Gothic Festivals wie in den letzten Jahren friedlich und ohne nennenswerte negative Vorkommnisse verlief.
Der Termin für 2012 steht auch bereits fest. Am 11. und 12.08.2012 findet das 13. M’era Luna Festival auf dem Flughafen Hildesheim-Drispenstedt statt. Und wir sind sicher auch wieder für euch dabei.
Für euch waren vor Ort...
Ben Blaschke (BB)
Biggy Riedmüller (BR)
Stephan Hartung (SH)
Yvonne Schöneck (YS)
Gastautorin:
Ulrike (www.Terrorverlag.de)






