Blackfield Festival 2011

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DATUM
25.06.2011 - 26.06.2011
ORT
Gelsenkirchen

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In diesem Jahr sollte das Blackfield Festival etwas ganz Besonderes werden. Gleich zwei Ausgaben mit fast gleicher Besetzung waren für die Bühnen in Gelsenkirchen aber auch in Querfurt geplant. Kurz vor Beginn musste das Festival in Querfurt leider abgesagt werden. Der Grund: Es wurden schlicht und ergreifend zu wenig Tickets verkauft.
In Gelsenkirchen hatte sich das Festival aber schon bestens etabliert und so wurde hier am 25. und 26. Juni 2011 ordentlich gerockt.

SAMSTAG
Mit seinem Elektroprojekt SOLAR FAKE machte SVEN FRIEDRICH eine gute Show auf der Bühne und brachte auch das fröstelnde Publikum so langsam in Wallung.
ABSOLUTE BODY CONTROL, die Belgier um DIRK IVENS machten mit EBM und Synthpop weiter und versuchten relativ unspektakulär ihre Musik dem Publikum näher zu bringen. Das gelang leider nur teilweise und das Publikum zeigte sich distanziert. Ob das nur am wirklich langweiligen Bühnenbild lag, blieb offen.
Danach sollte es aber so richtig abgehen, MONO INC. betraten die Bühne. Los ging es nach einem kurzen Intro. KATHA MIA betrat die Bühne heizte dem Publikum erst einmal ordentlich ein. Neben Songs des neuen Albums „Viva Hades“ gab es auch einiges Altes zu hören. MONO INC. überzeugten mal wieder von ihren grandiosen Live-Qualitäten und spielten eine gute Show. Kein Wunder, dass das Publikum endlich aufzuwachen schien und mit der Band einen großen Auftritt feierte.
Ein besonderer Act war ganz sicher RABIA SORDA. Bei diesem Projekt zeigt ERK AICRAG, der Frontmann von HOCIO, mal eine etwas andere Seite von sich. Aber auch bei Gigs mit RABIA SORDA kann das Energiebündel einfach keine Sekunde still stehen und so schmetterte er einen Song nach dem anderen über das Gelsenkirchener Amphitheater. Ganz klar – diese Band ist eine Bereicherung für die Elektro-Szene,
Weiter ging es mit den Norwegern von APOPTYGMA BERZERK, deren Musik schon seit vielen Jahren in der Szene gut bekannt ist. Die Mischung aus Trance, Techno und üppigen Rock-Elementen sorgte für Spannung und Abwechslung. Nach einem grandiosen Gig dankte ihnen das Publikum mit anhaltendem Applaus.
Nun war es Zeit für die Ausnahmemusiker von IAMX. In extravagantem Outfit betrat die Band um Gründer CHRIS CORNER die Bühne. Trotz einiger technischer Probleme wurde der Auftritt der Band ein erstklassiges Erlebnis. Ihr Synthie-Pop-Rock begeisterte die Besucher und die abgefahrene Bühnenshow war das I-Tüpfelchen.
Der Co-Headliner des Tages waren DIARY OF DREAMS. Die Darkwaver um ADRIAN HATES sorgten für eine Menge Spannung. Neben der hervorragenden Performance waren die Pyros ein grandioser Blickfang. Nach einem viel zu kurzen Konzert wurde es nun Zeit für den Headliner.
Und der war niemand geringeres als AND ONE. STEVE NAGHAVI stand zusammen mit seinen neuen und doch schon bekannten Bandkollegen RICK SCHAH und JOKE JAY auf der Bühne. Dabei vermittelten sie allerdings den Eindruck, als ob sie ihren Gig einfach nur hinter sich bringen wollten. Die Stimmung war nicht die beste und die fehlende Energie sorgte dafür, dass sich das Amphitheater schon vor Ende des Konzerts leerte. Enttäuschend!

SONNTAG
Der zweite Tag des Blackfield Festivals wurde mit der Elektro-Newcomer-Band BLITZMASCHINE eröffnet. Das Duo, bestehend aus HOLGER und MATZE, präsentierte handfesten EBM. Doch so wirklich konnten BLITZMASCHINE das Bühnenvolk nicht überzeugen. Nur einige wenige zeigten leichte Tanzbewegungen zum Takt der Musik.
Gleich nach der BLITZMASCHINE gab es noch ein Donnerwetter. Denn jetzt wurde es Zeit für STAHLMANN. Diese hauten mal wieder mächtig in die Seiten und der Funke sprang von den Stählernen auch sofort ins Publikum über, das in der zunehmenden Hitze immer mehr abrockte. Ein guter Gig der jungen Formation.
Die Hamburger Jungs von SONO kamen als nächste rauf auf die Bühne. Nachdem die Band im vergangenen Jahr als Support von MONO INC. gespielt hatten und nicht besonders überzeugen konnten, war man vor diesem Auftritt doch sehr skeptisch. Heute jedoch konnten SONO das Publikum mit ihrem Auftritt voll überzeugen. Hier auf der Festivalbühne gingen MARTIN, LENNART und FLORIAN sehr gewaltig ab.
Die pralle Sonne machte der nächsten Band nichts aus, REAPER hauten mächtig in die Tasten und Frontmann VASI lief sich sprichwörtlich die Hacken wund. Mit ihrem erstklassigem Sound brachten REAPER die Menge vor der Bühne zum Tanzen.
A LIFE DIVIDED mischten im Anschluss die Fans vor der Bühne auf richtig auf. Ihr Elektro-Synth-Rock kam wieder gut an in der Arena. Sänger JÜRGEN PLANGGER und die anderen Mitglieder der Band gaben Ihr Bestes und lieferten ein sehr gutes Konzert.
Auch die LETZTE INSTANZ gab sich beim Blackfield 2011 die Ehre. In gewohnter Manier rockten sie Gelsenkirchen und nicht nur Sänger HOLLY konnte das Publikum mit seiner Show vereinnahmen.
Eine gewohnt fulminante Show lieferten auch COMBICHRIST ab. Nach einiger Verzögerung betraten Frontman ANDY LAPLEGUA und seine Band die Bühne, um ordentlich in die Tasten und auf die Trommeln zu hauen. Wie immer flog das eine oder andere Instrument über die Bühne und die Show schien eine der besten des Tages zu werden. Leider verabschiedete sich nach dem dritten Titel der Computer von dem die Playback-Teile der Show abgespielt wurden und so endete der Auftritt nach einigen Rettungsversuchen viel zu schnell. Schade, denn COMBICHRIST zu sehen ist doch immer etwas Besonderes.
Weiter ging es mit EISBRECHER, die nicht nur mit ihrer eingängigen Musik überzeugen konnte. Auch die Entertainer-Qualitäten von Bandchef ALEXX heizten dem Publikum ordentlich ein. So wurde es nichts mit der erhofften Abkühlung – und das, bei diesen Temperaturen.
Den Rausschmeißer am letzten Tag des Blackfield Festivals gaben SCHANDMAUL, die gerade mit ihrem neuen Album „Traumtänzer“ unterwegs sind. Wie immer leistete die professionelle Band perfekte Arbeit, die Musik ist sowieso unbestritten gut und die Show ließ keine Wünsche offen. Ob ihr Folkrock nach den Auftritten von EISBRECHER und COMBICHRIST richtig platziert war, wurde durchaus diskutiert. Letztendlich erhielten die Bayern aber ordentlich Applaus und verabschiedeten ein zufriedenes Publikum.

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AUTOREN

Finstergruende
Freya
Wir meinen: "Sonnenbrand und Wasserspiele - das Blackfield Festival 2011 im Amphitheater Gelsenkirchen"