ASP, ALLY THE FIDDLE
Da aller guten Dinge ja bekanntlich drei sind, luden ASP ihre Fans gleich an drei aufeinanderfolgenden Tagen in die Batschkapp in Frankfurt ein. Diese folgten der Einladung sichtlich erfreut in zahlreichen Mengen. Zwei der Konzerte waren binnen kürzester Zeit ausverkauft und die Nachfrage dennoch so groß, sodass ein drittes Konzert ermöglicht wurde, welches wir für Euch besucht haben.
Bei diesem Zusatzkonzert am Dienstag, den 22.11.2011, füllte sich die Batschkapp gut zur Hälfte, was den erfreulichen Nebeneffekt hatte, dass die Besucher genug Platz zum Tanzen hatten.
Um 20 Uhr betraten ALLY THE FIDDLE als Vorband die Bühne. ALLY THE FIDDLE ist eine Rostocker Folk-Metalband, die Songs im Metalkontext und eigenen Kompositionen spielen, welche aufgrund der Solostimme der Geige, gespielt von ALLY, einen (Irish) Folkbezug bekommen.
„Die Band gibt es seit Ende 2008; Stratschuss war das Erscheinen der Debut-EP "Red Unicorn". Mit dabei: ALLY STORCH (Fiddle und Gesang), ROBERT KLAWONN (E-Gitarre und Co-Writer), DIEMO HEUER (E-Gitarre), THORSTEN HARTUNG (Bass) und STEFAN "HUKY" HUKRIEDE (Drums - ehem. "TEARS OF BEERS").
Die Mischung aus Folk und Metal kam bei den Anwesenden sehr gut an und so erntete die Band großen Applaus. ALLY, die nicht nur mit ihren unglaublichen und extrem langen Haaren begeisterte, hatte von ihren Bandmitgliedern die Auflage erhalten, dass sie nicht so viel reden dürfe, da die Spielzeit auf 40 Minuten begrenzt war und versuchte sich zwischen den Stücken dementsprechend kurz zu fassen. Obwohl ihr das sichtlich schwer fiel, gelang ihr das Kunststück und so nutzten ALLY THE FIDDLE zur Freude der Anwesenden ihre Spielzeit hervorragend aus, um die folgenden Lieder vorzustellen:
1. Red Unicorn
2. Catharsis
3. Surfing with the Alien
4. King
5. Glenglass
6. Crumbling Autumn
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7. Days of Thunder
8. Outro - ad hoc
9. Last of the Great Whales
Im Anschluss an ALLY THE FIDDLE folgte eine längere Umbauphase, welche nicht wenige der Anwesenden nutzten, um ihre „Geldvorräte“ mit Hilfe des Merchandisestandes ein wenig zu verringern.
Dann ging es endlich los. Das Licht verdunkelte sich und die Menge verdichtete sich Richtung Bühne, während die ersten Töne von „A Preyer for Sanctuary“, aus dem neuen Album „fremd - Fremder-Zyklus, Teil 1“ unter dem großen Jubel der Anwesenden erklangen. Die Stimmung war von Beginn an grandios.
Nach dem zweiten Lied „Wechselbalg“, welches sich, wie auch auf dem neuen Album nahtlos an das erste Stück anschloss, begrüßte ALEXANDER SPRENG kurz seine Fans. Bevor es mit dem nächsten Lied weitergehen sollte, forderte ASP die Anwesenden auf, doch die Zeit des nun folgenden Songs zum Fotografieren zu nutzen und dann aber die Handys und Kameras wegzupacken und das Konzert einfach so zu genießen. Er fände es viel schöner, wenn er die Gesichter und nicht die Handys der Besucher sehen würde. Dieser Bitte kamen auch (fast) alle nach. Noch während LUTZ den Bass von TOSSI übernahm, den dieser nur zögernd abgab, kündigte ASP zur großen Freude der Fans ein Duett mit TOSSI an. Bei „Sing Child“ gab es vor der Bühne kein Halten mehr. Die Besucher tanzten und sangen begeistert mit.
Schlag auf Schlag folgten nun mit „Duett - Das Minnelied der Incubi“, „Demon Love“ und „Wer sonst“ weitere bekannte und beliebte Stücke. „Eisige Winterkälte“ sollte der dritte Song aus dem neuen Album „fremd - Fremder-Zyklus, Teil 1“ sein. „Und wir tanzten (ungeschickte Liebesbriefe)“ ließ sich das Publikum nicht zweimal sagen und nutzte den Platz ausgiebig um zu tanzen. Spätestens jetzt hatte die Temperatur in der Batschkapp Tropenniveau erreicht, was ALEXANDER SPRENG zu den Worten verleitete „Ja, so ist sie, unsere Batschkapp – klein, heiß und immer wieder schön!“ Sprachs und zog, von Beifall begleitet, seinen Mantel aus. Und schon ging es weiter. Erneut brandete großer Jubel auf, als ALLY die Bühne betrat, um ASP tatkräftig bei „Werben“ zu unterstützen. Mit live gespielter Geige ist dieser Song erst recht ein Genuss. Und wieder blieb den Anwesenden keine Pause, um den strapazierten Füßen Erholung zu gönnen. Mit „FremdkörPerson“ folgte ein weiterer neuer Titel. Im Anschluss daran, übte ASP mit den Anwesenden zu deren großen Freude wieder sein bekanntes und auch beliebtes „Eeeeeeeeeeeeeeeoh“. Bevor sie für „Kokon“ und „Ich bin ein wahrer Satan“ wieder leiser wurden, konnte man nun erleben, dass auch nicht ganz so viele Besucher richtig laut sein können.
Den nächsten Song leitete ASP mit einer kurzen Ansprache, in der er auf die Vorwürfe, ASP seien so kommerziell geworden, einging. Er würde für kein Geld der Welt an einer bestimmten Fernsehsendung teilnehmen, es sei denn, sie würden ihn spielen lassen, was er will, ihm die volle Zeit gewähren und ihn so aussehen und auftreten lassen, wie er sei. Denn in seinen Adern fließe nun mal „Schwarzes Blut“. Jetzt gab es kein Halten mehr. Die Menge feierte ausgelassen.
„Krabat“ und „Unverwandt“ (neues Album), mit einem Solo von SÖREN, bildeten den Abschluss des Hauptteils. Während ASP das Lied alleine fertig sang, verließen die anderen Musiker bereits die Bühne, bevor ALEXANDER SPRENG folgte.
Doch so einfach wollten die Anwesenden ASP natürlich nicht verschwinden lassen und forderten lautstark nach einer Zugabe, welche ihnen nach einiger Zeit des Bittens auch gewährt wurde.
„Nie mehr“ und „Sanctum“ bildeten die erste Zugabe des Abends. Bei „Sanctum“ neigte sich ASP zu TOSSI und sang „Du kommst aus Frankfurt“, was von den Besuchern freudig aufgenommen wurde. Dann verließen die Musiker zum vorletzten Mal die Bühne.
Wieder forderte das Publikum lautstark eine Zugabe. Und erneut betraten ASP, nun sichtlich erschöpft, die Bretter, die die Welt bedeuten und boten zwei weiter Songs dar. Für den ersten Song bat ASP die Anwesenden sich mit dem Rücken zur Bühne aufzustellen, während er selbst sich nun mit dem Rücken zum Publikum stellen würde. Umdrehen sollten sie sich erst, wenn er es ihnen sagen würde. Mit einiger Verwunderung folgten die Fans seiner Bitte. Und so hörten die Anwesenden „Rücken an Rücken“, einen weiteren neuen Song von ASP, in ungewöhnlicher Art und Weise. Denn mit dem Rücken zur Bühne zu stehen, während der Sänger mit dem Rücken zum Publikum steht, war doch ein sehr merkwürdiges Gefühl. Es hatte was von verkehrter Welt. Mit den Textzeilen „Wie ich nach deinen Augen giere, fülle mein Vakuum! Selbst wenn ich den Halt verliere, dreh dich bitte um!“ wurde die Konzertwelt dann aber wieder gerade gerückt.
Das nun endgültig letzte Stück des tollen Konzerterlebnisses war, wie von den meisten gewünscht, eine etwas schnellere Version von „Ich will brennen“.
Und so sorgten ASP, TOSSI, LUTZ, SÖREN und HIMMI mal wieder mit einem tollen Konzert dafür, dass ihre Fans glücklich, ausgepowert und ungeduldig auf das nächste ASP Konzert wartend nach Hause gingen.
ASP
01. A Prayer for Sanctuary (neu)
02. Wechselbalg (neu)
03. Sing Child
04. Duett (Minnelied der Incubi)
05. Demon Love
06. Wer sonst?
07. Eisige Wirklichkeit (neu)
08. Und wir tanzten (Ungeschickte Liebesbriefe)
09. Werben
10. FremdkörPerson (neu)
11. Kokon
12. Ich bin ein wahrer Satan
13. Schwarzes Blut
14. Krabat
15. Unverwandt (neu)
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16. Nie mehr
17. Sanctus
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18. Rücken an Rücken (neu)
19. Ich will brennen





