Supershark

CD-Cover
MEDIUM
DVD
REGIE
FRED OLEN RAY
BUCH
CLYD MCCOYE
LAUFZEIT
87 min
FSK
16
VERLEIH
Sunfilm
VERÖFFENTLICHUNG
06.06.2012

Ein Hai mit Superhelden-Flair! Er geht an Land spazieren, fängt sich Düsenjets aus der Luft und macht nach dem Essen sauber. Zunächst aber die Exposition: Die US-Army (liegt es an Budget- oder anderen Problemen – wir sehen drei Hanseln mit Schießgewehren und Uniformen aus dem nächsten Kostümverleih) bereitet ihm am Strand einen Willkommensempfang. In petto haben sie einen laufenden (!) Panzer, der eigentlich für die hügelige Landschaft Afghanistans gebaut wurde, seinen Kriegseinsatz ungeklärter Weise jedoch verpasst zu haben scheint. Der Panzer knallt, Supershark beißt – Zak –Boing – Titelsequenz: Eine Fahrstuhl taugliche Version von „Superfreak“ ertönt, nur mit dem Titel gebenden Hai im Refrain.

Rückblende. Auf einer Bohrinsel geschieht ein Unfall: Durch den Einsatz einer Chemikalie soll hartes Gestein am Meeresgrund porös gemacht werden. Als es soweit ist, schießt allerdings kein Öl hervor, sondern ein großer Hai aus einer Felsspalte. Seit Urzeiten dort gefangen, aber nicht gestorben (?!), hat er offensichtlich großen Hunger, anscheinend auch eine unheimliche Wut, denn er knabbert sogleich am Stahlgestänge der Ölbohrinsel. Die Biologin Kat Carmichael (SARAH LIEVING) untersucht das Bohrinselunglück, trifft dabei auf den schmierigen Funktionär Roger Wader (JOHN SCHNEIDER), dem die Sache irgendwie Schnuppe ist, der sich lieber beständig durch die Dauerwelle fährt und Kat anbaggert. Diese findet immerhin in Skipper Stewart einen Verbündeten. Er fährt sie in der Bucht herum, den Unfallort zu untersuchen, wobei sie gern die Bluse auszieht, um sich an Deck im Bikini zu präsentieren – Spaß und Arbeit lassen sich immerhin verbinden. Am Abend veranstaltet DJ Dynamite Stevens (JIMMI WALKER) einen Bikiniwettbewerb in der hiesigen Hafenspelunke, wo sich das ganze Strandvolk, das bald gefressen sein wird, zur lustigen Fleischbeschau trifft. Derweil zieht der Monsterhai seine Bahnen.

Fließbandregisseur FRED OLEN RAY (laut IMDb bisher 125 Filmtitel) liefert mit „Supershark“ einen Schnellschuss nach Art der jüngsten Tierhorrorstreifen der Produktionsfirma The Ayslum ab, die Titel wie „Megashark vs. Crocosaurus“ (2010), „Megashark vs. Giant Octopus“ (2009), „Supercroc“ (2007) und andere hübsche Filme im Programm führt. „Supershark“ ist also so etwas wie das Rip-Off eines Rip-Offs. Der Hai ist hier allerdings noch mieser in Szene gesetzt und es gibt keine himmelschreiende Gigantomanie wie bei den Asylum-Filmen, in denen auch mal ganze Städte von den wirklichen großen Tieren zerstört werden (na gut, da trägt der Hai ja auch den Superlativ Mega im Namen). Aber selbst das Blut der Opfer ist in RAYs Beitrag zum Genre am Computer auf den Strand gepixelt. Kaum ist das maue Tier im Anmarsch ist schon eine rote Pfütze zu sehen – mehr aber auch nicht.

Für Kurzweil ist dennoch gesorgt: Die allesamt unsportlichen, aber gutgelaunten Darsteller dürfen in ihren Rollen ständig besoffen sein oder klischeebedingtermaßen so tun (der Skipper natürlich). Kaum fängt eine Nebenfigur an zu nerven, wird sie dankenswerter Weise weggefressen und nach 87 Minuten ist der Spaß auch schon vorbei. Dazwischen gibt es noch ein paar schöne Strand- und Riffaufnahmen und die sympathische SARAH LIEVING silberblickt ein bisschen in Richtung Horizont. Letztendlich geht der Hai zu sauber ans Werk, ansonsten ist er aber doch ein netter – manchmal scheint er sogar zu grinsen, da fehlt nur noch ein schelmisches Augenzwinkern.

Trailer:

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AUTOR

Fabian
Fabian:
"It walks on the ground and it flys? - It's Supershark!"

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