Shank

CD-Cover
REGIE
MO ALI
BUCH
PAUL VAN CARTER
LAUFZEIT
94 min
FSK
18
VERLEIH
Ascot Elite

Wir blicken ins Jahr 2015. Die Wirtschaftskrise ist auf dem Höhepunkt. Die Einwohnerzahl Londons ist explosionsartig gestiegen und die Nahrungsmittel sind knapp. Deren Beschaffung ist oft ein Abenteuer. Diebstähle und Morde sind an der Tagesordnung. Gangs regieren. Mittendrin lebt Junior (KEDAR WILLIAMS-STERLING). Er und sein Bruder Rager (ASHLEY THOMAS) sind Mitglieder der Paper-Chaserz-Gang. Junior wird Zeuge wie sein Bruder von einer anderen Gang brutal ermordet wird. Zusammen mit den anderen Paper-Chaserz schwört er Rache.

Dass Regisseur MO ALI eigentlich Musikvideos dreht, merkt man seinem Debütfilm in jeder Einstellung an: verwackelte Bilder, schnell geschnitten, immer mit Musik unterlegt. Zeitweise hat man sogar das Gefühl, einfach nur eine Aneinanderreihung von Musikvideos zu sehen.
Zugegeben „Shank“ besticht durch eine grandiose Optik. Trister kann man diese Dystopie nicht darstellen. Es sind kraftvolle Bilder, die den Zuschauer ohne weiteres in ihren Bann ziehen können.
Dazu gesellen sich viele gute Einfälle: ein Hundekampf wird in Videospieloptik dargestellt oder Juniors Traumsequenz, die einem Manga nachempfunden ist. Dazu kommt ein weiterer dicker Pluspunkt des Films: der großartige Soundtrack mit treibenden Beats, die die Paper-Chaserz auf ihren Streifzügen begleiten.

Allerdings liegt der Fokus auf Musik und Visualisierung, was stark zu Lasten der Story geht, die am Ende des Films auch noch wenig zufriedenstellend und dramaturgisch unzureichend aufgelöst wird.

TEILEN

AUTOR

Doreen Butze
Doreen Butze:
"Visuell ansprechende Dystopie im Musikvideostil."

Autorenwertung:
punktpunktpunktpunktpunktkein
    punktkein
    punktkein
    punktkein
    punktkein
    punkt

(5 von 10 Punkten)
Leserwertung:
Noch keine Leserwertung