Obsession - Tödliche Spiele

CD-Cover
MEDIUM
DVD
REGIE
SEAN HOGAN, ANDREW PARKINSON, SIMON RUMLEY
BUCH
SEAN HOGAN, ANDREW PARKINSON, SIMON RUMLEY
LAUFZEIT
ca. 90 min
FSK
18
VERLEIH
Sunfilm Entertainment
VERÖFFENTLICHUNG
08.03.2012

Mit „Obsession“, oder „Little Deaths“, wie der Film im englischen Original heißt, wird dem Zuschauer ein Episodenfilm mit reichlich Sex und Gewalt kredenzt. Drei Regisseure erzählen in drei Horrorgeschichten von reichlich Körpersäften und fleischlichen Gelüsten.

Den Anfang des Gewalt-Tryptichons macht „House & Home“ von SEAN HOGAN. Erzählt wird die Geschichte des wohlhabenden Ehepaares Gull (LUKE DE LACY & SIUBHAN HARRISON), das sich ab und zu Obdachlose nach Hause einlädt, um sie zu betäuben und anschließend sexuell zu missbrauchen. Leider erweist sich das neueste Opfer als ausgesprochen wehrhaft. Die Episode ist schlichtweg langweilig. Bevor es richtig zur Sache geht und Blut und Gedärme spritzen, muss sich der Zuschauer durch das hölzerne, laienhafte Spiel der beiden Hauptdarsteller quälen. Das ist auch eine Form von Horror.

Im zweiten Teil, der den Namen „Mutant Tool“ trägt, geht es um einen verrückten Arzt der Nazi-Experimente durchführt. Er gewinnt aus grausam mutierten Menschen Körperflüssigkeiten, die er zu Medizin weiter verarbeitet. Mit dieser Medizin behandelt er nichts ahnende Patienten, so auch die Drogenabhängige Jen (JODIE JAMESON), die bei Dr. Reese (BRANDON GREGORY) eine Therapie machen will. Die verschriebenen Tabletten entfalten bald ihre schreckliche Wirkung. Jen wird von alptraumhaften Halluzinationen gequält, in denen die grauenhaften Experimente des Dr. Reese offenbart werden.
Das bizarre Setting des Films, mit ordentlichen Trash-Ansätzen ist zwar schön anzuschauen, aber leider wirkt die Story zu bruchstückhaft und der Twist am Ende ist einfach nur miserabel und bar jeder Logik. ANDREW PARKINSON hätte aus dieser Geschichte mehr herausholen können. So ist dieser Teil der schwächste des gesamten Films.

Der letzte Teil heißt „Bitch“ und stammt von SIMON RUMLEY. Hier dreht sich alles um ein Paar, das sadomasochistische Spielchen auf den ersten Blick nicht abgeneigt scheint. Allerdings wird Pete (Tom SAWYER) nicht nur auf seinen Wunsch hin gedemütigt sondern auch sehr oft gegen seinen Willen. Als er die ständigen Erniedrigungen seiner Freundin Claire (KATE BRAITHWAITE) nicht mehr ertragen kann, rächt er sich.
Nach zwei eher langweiligen Episoden kann der dritte Teil hinsichtlich Inszenierung und Dramaturgie punkten. Besonders gelungen ist die Schlusssequenz, die komplett mit Musik unterlegt, diesen Film zu einem einigermaßen würdigen Abschluss verhilft.

Insgesamt betrachtet ist "Obsession - Tödliche Spiele" über weite Strecken einfach nur langweilig. Das interessante Grundthema des Films hätte eine andere Bearbeitung verdient. Es bleibt nur zu hoffen, dass der Zuschauer es bis zum dritten Teil schafft und nicht schon vorher einschläft.

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AUTOR

Doreen Butze
Doreen Butze:
"Langweilige Horrorgeschichten, die dem Zuschauer nicht im Gedächnis bleiben werden"

Autorenwertung:
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(4 von 10 Punkten)
Leserwertung:
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