Must Love Death
Norman (SAMI LORIS) ist ein New Yorker Musiker und weiß, nachdem er sich in Jennifer (MANON KAHLE) verliebt hatte und bitter enttäuscht wurde, nicht mehr weiter. Deshalb verabredet er sich in einer abgelegenen Blockhütte mit vermeintlich gleichgesinnten zum kollektiven Selbstmord. Doch die vermeintlichen Selbstmörder entpuppen sich als die brutalen Sadisten Sean (JEFF BURRELL) und Gary (PETER FARKAS), die nur nach Opfern gesucht haben. So beginnen die beiden mit ihren Opfern ein brutales Spiel mit ständig zunehmender Gewalt. Währenddessen sucht Jennifer nach Norman und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Das Genre der Horrorkomödie hat in den letzten Jahren erheblich an Popularität gewonnen. Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass sich mittlerweile auch Regie-Neulinge wie ANDREAS SCHAAP an dem Genre versuchen. Mehrfach wurde er auf Filmfesten für dieses Debüt auch bereits mit Preisen ausgezeichnet. Doch allen Vorschusslorbeeren zum Trotz kann "Must Love Death" in der Heimkino-Variante nicht richtig überzeugen. Dafür wirken die Gags zu hölzern, es fehlen die vielen kleinen subtilen Anspielungen und versteckten Gags, die Filme wie "Shaun Of The Dead" und "Delicatessen" zu Meisterwerken machten. Die Folterszenen wirken dadurch viel zu konstruiert. Klar sind Folter-Movies immer konstruiert, aber durch die versucht-witzige Atmosphäre kommt "Must Love Death" der schaurige Ekel von "Hostel" oder der ersten "Saw"-Teile abhanden. Während also die Witze nicht so richtig zünden wollen, können die Folterszenen nur bedingt erschrecken. Dadurch verlieren beide Bestandteile des "Folter-Kommödie"-Genremixes ihren Charme.
Für einen lustigen Abend mit einem Kasten Bier und einigen Freunden dürfte "Must Love Death" auf jeden Fall reichen, aber der ganz große Wurf, den die vielen Auszeichnungen ankündigen bleibt aus.



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