Centurion

CD-Cover
REGIE
NEIL MARSHALL
BUCH
NEIL MARSHALL
LAUFZEIT
97 min
VERLEIH
Constantin

Wir schreiben das Jahr 117 nach Christus. Das römische Reich erstreckt sich von Ägypten bis nach Spanien. Die römischen Eroberer halten Britannien besetzt. Dort allerdings treffen sie auf den erbitterten Widerstand der Pikten. So erleiden die Soldaten in den heutigen Wäldern Schottlands eine Niederlage nach der anderen. Als letzte Überlebende der neunten Legion schlagen sich Centurion Quintus Dias (MICHAEL FASSBENDER) und eine Handvoll seiner Kollegen durch Feindesland, um die rettende römische Grenze zu erreichen. Dabei werden sie von ihren Widersachern ausdauernd und einfallsreich verfolgt.

NEIL MARSHALL ist Stammgast auf dem Fantasy Film Fest. Nicht nur seinen Höhlenschocker „The Descent“ sondern auch das Virus- Apokalypse-Spektakel „Doomsday“ stellte er dort dem Publikum zur Diskussion. In diesem Jahr präsentierte der Autor und Regisseur sein neuestes Werk „Centurion“. Anders als bei „Doomsday“ geht es hier weniger futuristisch, dafür aber ebenso blutig wie apokalyptisch zu Sache. MARSHALL erzählt seine ganz eigene Interpretation der alten Legende um die spurlos verschwundene neunte Legion. Der Sage nach waren 6000 Männer entsandt worden, um den Britischen Rebellen den Garaus zu machen. Die kampferprobte Truppe kehrte nie aus ihrem Einsatz zurück.

MARSHALL setzt die Geschichte eindrucksvoll mit einer gut gecasteten Besetzungsliste um. MICHAEL FASSBENDER erduldet die blutigen Folterungen mal mehr, mal weniger heroisch, dafür aber immer gut ins Bild gesetzt. Wunderbar agiert auch OLGA KURYLENKO als seine schöne wie unerbittliche Widersacherin Etain. Erzählt wird aus der Sicht von Quintus Dias und der römischen Legion. Schonungslos wird aus ihrem harten Leben als Krieger berichtet. So erwischt sich der Zuschauer ein ums andere Mal dabei, dass er nicht, wie es sich ja eigentlich gehören würde, mit der Minderheit der Rebellen fühlt. Die riesigen, unbezwingbaren Massen an römischen Legionären werden plötzlich menschlich und verletzlich.

Trotz der vielen spannenden Kampf-, Folter- und Verfolgungsszenen, die in tollen Bildern umgesetzt wurden, hat „Centurion“ durchaus auch Längen. Oft ist vorhersehbar, was als nächstes passieren wird und auch die Dialoge erheben Themen in dramatische Höhen, die dies eigentlich nicht verdient hätten. Am Ende wird der eigentlich auf Männlichkeit und Schrecken ausgelegte Film noch mit einer Lovestory gekrönt. Das hätte man sich durchaus sparen können.

Insgesamt bleibt ein unterhaltsames Historien-Spektakel, das durchaus auch mal die Details einer Schlacht besser beleuchtet.

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Trailer:

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AUTOR

Freya
Freya:
"NEIL MARSHALL bleibt gewohnt blutig, dafür aber weniger einfallsreich."

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