TRUDI CANAVAN: Sonea: Die Hüterin

Cover
VERLAG
Penhaligon
VERÖFFENTLICHUNG
10.05.2010
ISBN
3764530413

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Der Anblick des verletzten Diebes ließ Cery das Blut in den Adern gefrieren. Dass etwas Schreckliches geschehen war, wusste er schon, bevor der andere den Mund öffnete. Doch dass es so schlimm sein würde, damit hatte er nicht gerechnet. Allem Anschein nach war der von allen gefürchtete „Jäger der Diebe“ während Cerys Abwesenheit in dessen Versteck eingedrungen, hatte die Wachposten ausgeschaltet und seine Frau und seine Söhne getötet. Und er dachte, sie seien dort am Besten aufgehoben. Wie sehr er sich getäuscht hatte. Aber wie war es möglich? Sein Versteck galt als eines der sichersten von allen Dieben. Nie war es bisher jemanden gelungen in die Räume zu gelangen, wenn er, Cery, es nicht wollte. War er verraten worden? Cery und seine rechte Hand Gol stellen Nachforschungen an und finden heraus, dass sich der Mörder mit Hilfe von Magie Zutritt zu ihrem Heim verschafft hat. Das bedeutete, dass entweder ein sogenannter „wilder Magier“ sein Unwesen trieb oder aber dass ein Magier der Gilde heimlich Jagd auf Diebe machte. Beides waren keine wirklich tollen Aussichten und so oder so, der Mörder seiner Familie musste gefunden und unschädlich gemacht werden. Doch einen Magier zu fangen, ist selbst für einen der großen Anführer der Diebe wie Cery es war, eine Nummer zu groß. Er beschließt die Gilde einzuschalten und sich an seine langjährige Freundin und (Schwarz-)Magierin Sonea zu wenden.
Sonea willigt ein, ihm bei der Gefangennahme zu helfen. Aufspüren muss er den wilden Magier aber alleine, denn Sonea darf nach dem Gesetz der Gilde weder Kontakt zu ihm haben, noch ist es ihr, als einer von zwei Schwarzmagiern, erlaubt das Gelände der Gilde zu verlassen.
Noch während sie darüber nachsinnt, wie sie Cery am besten und unauffälligsten helfen kann, bekommt sie von unerwarteter Seite Hilfe angeboten. Regin, ihr Feind aus ihrer Zeit als Novizin, hat von der Sache mit dem wilden Magier Wind bekommen und ihr seine Unterstützung angeboten. Sonea ist skeptisch. Kann sie ihm plötzlich vertrauen? Was ist sein Plan? Will er Soneas Kontakt zu den Dieben verraten? Wie gefährlich wäre es, wenn sie sein Angebot ablehnen würde? Wie es scheint, bleibt ihr keine Wahl.
Zu allem Überfluss hat sich auch noch Soneas Sohn Lorkin entschieden Botschafter Dannyl in das benachbarte Sachaka zu begleiten. Nach dem Krieg vor 20 Jahren, in dem Lorkins Mutter Sonea und sein Vater Akkarin viele Spione Sachakas getötet haben, versuchen Kyralia und Sachaka vorsichtig wieder diplomatische Kontakte zu knüpfen. Dieses Vorhaben ist jedoch alles andere als einfach, da sich die Gewohnheiten der Länder stark unterscheiden. Ein Austausch von Botschaftern soll helfen, die Beziehungen beider Länder zu stabilisieren. Dennoch komplizieren die in Sachaka vorherrschende Sklaverei und die Anwendung schwarzer Magie dieses Unterfangen. Gefährlich, vor allem für Lorkin, ist die vorherrschende Blutrache… Doch auch das kann ihn nicht davon abhalten mit Dannyl zu gehen und schon bald gerät er in große Gefahr, aus der Sonea ihn nicht befreien kann. Lorkin ist auf sich allein gestellt…

„Sonea – Die Hüterin“ ist die Fortsetzung der Trilogie „Die Gilde Der Schwarzen Magier“ und knüpft 20 Jahre nach Ende des Kampfes gegen die Ichani an. TRUDI CANAVAN beschreibt, wie sich das Leben in der Stadt und in der Gilde, nicht zuletzt durch eine neue Droge, verändert hat. Das Buch ist im bekannten CANAVAN-Stil geschrieben und nimmt die Leser mit – gelegentlich auch auf eine falsche Fährte, denn nicht alles ist so, wie es scheint. Auch wenn nicht wirklich viel Aktion darin vorkommt, fesselt es den Leser bis zum abrupten Ende, so dass die 576 Seiten schnell durchgelesen sind. Verstärkt wird diese „Lesewut“ durch die drei Geschichten des Buches. Der Leser lebt sowohl in der Welt von Sonea und Cery, als auch in der von Lorkin, die sich ständig abwechseln, was die Spannung aufrecht erhält. Wie bereits erwähnt geht es in diesem Roman wesentlich ruhiger zu, als in der vorangegangenen Trilogie von TRUDI CANAVAN. Größere Kampfszenen fehlen und auch an den Stellen, wo man sie vermuten könnte, wird eine Entscheidung ziemlich schnell und unspektakulär herbeigeführt. Auch sind die Charaktere ein wenig oberflächlich gehalten. Aus diesen Gründen erhält das Buch ein paar Punkte abgezogen. Dennoch – wer die Trilogie „Die Gilde Der Schwarzen Magier“ mochte, wird auch dieses Buch nicht aus der Hand legen können. Das offene und abrupte Ende lässt auf einen weiteren Band schließen, der schon freudig erwartet wird. Schön wäre es jedoch, wenn sich darin mehr ereignen würde.

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AUTOR

Hermine
Hermine:
"„Sonea – Die Hüterin“ ein Roman, der zwar nicht so ereignisreich daher kommt wie seine Vorgänger, sich aber dennoch gut und schnell lesen lässt."

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