In Perchtal, einem kleinen beschaulichen Dorf im Herzen des Berchtesgadener Land, lauert eine Uralte böse Macht. Die fünf Freunde Andy, Robert, Elke, Miriam und Niklas ahnten zu Beginn ihres Abenteuers nichts von dem Schrecken mit dem sie konfrontiert werden sollten . Kurz vor dem Nikolaustag im Jahr 1994 machen die Freunde einen grauenhaften Fund. Während einer Rangelei mit ihren Erzrivalen, einer Gruppe von vier Schlägern um den Schlachterssohn Konrad, findet Miriam eine Mädchenleiche unter dem Eis der Perchtaler Sees.
Bevor Miriam die Leiche des Mädchens findet hat sie eine merkwürdige Vision von Kindern die ihr den Fundort der Leiche weisen. Als die Erwachsenen zunehmend merkwürdig werden, beschließen Andy, Robert und Niklas in die Leichenhalle einzubrechen und die Leiche näher in Augenschein zu nehmen. Erschrocken müssen sie dabei feststellen, dass das tote Mädchen wie die Zwillinge Miriam und Elke aussieht. Das und eine paar beunruhigende Informationen auf einem Diktiergerät veranlasst die Freunde der Sache nachzugehen.
Bei ihren Nachforschungen stoßen sie immer wieder auf die Legenden um den Krampusse und Perchten, oder anders gesagt den Nikolaus aus der Sicht des Altertums. In diesen Legenden geht es immer darum, dass Kinder verschwinden und getötet werden. Doch dies soll noch nicht ihre schlimmste Entdeckung sein. Die Tote im See entpuppt sich als die Schwester der Zwillinge. Und nicht nur das. Sie finden heraus, dass jeder von ihnen Geschwister hatte, die alle im Jahr 1978 verschwunden sind. Die Situation für die Freunde wird immer bedrückender und brenzliger. Ein Schrecken steht ihnen am Nikolaustag bevor, an dem ihre Eltern und ganz besonders der Pfarrer des Dorfes beteiligt sind. Eine Hetzjagd durch ihre Eltern beginnt, die sie immer weiter auf einen unsagbaren Schrecken zutreibt. Doch eine unbekannte Macht scheint ihnen dabei beizustehen…
„Weisser Schrecken“ ist der neuste Mystery-Thriller aus der Feder von THOMAS FINN. Er schafft es von Anfang an eine bedrückende Spannung aufzubauen, die den Leser beinahe schon zwingt das Buch weiterzulesen. Man wird in die Geschichte hineinversetzt und kann die Ängste und Beklemmungen der Protagonisten quasi mitfühlen. Am Anfang werden alle Protagonisten in eignen Kapiteln vorgestellt, was dem Leser einen Eindruck von deren Leben und Motivation gibt. Geschickt webt THOMAS FINN die Legenden um den Nikolaus und die Prechten- und Krampusssagen aus dem Berchtesgadener Land in seine Geschichte ein und führt den Leser in eine alternative Betrachtungsweise des Nikolaustages. Das Ende kann man zwar schon ab der Hälfte des Buches erahnen, jedoch schafft der Autor es, dass man trotz aller Erwartungen überrascht wird. Eine absolut gelungene Geschichte, mit garantiertem Lesespaß.






