SIMON BECKETT: Obsession

Cover
VERLAG
Rowohlt Taschenbuch-Verlag
VERÖFFENTLICHUNG
17.03.2009
ISBN
3499248867

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Als seine Frau plötzlich stirbt, ist Ben am Boden zerstört. Nur Sarahs autistischer Sohn Jacob gibt ihm noch Halt. Aber auch dieser kleine Strohhalm wird ihm genommen: Als Ben nach dem Tod seiner Frau die Wohnung aufräumt, findet er heraus, dass Jacob gar nicht ihr Sohn war. Offenbar hatte sie ihn kurz nach der Geburt entführt. Ohne die möglichen Folgen zu bedenken informiert Ben die Behörden. Der leibliche Vater wird schnell ermittelt, aber niemand ahnt, dass die Katastrophe jetzt erst richtig an Fahrt aufnimmt.
Jacobs Vater John Cole war Soldat und ist verwundet aus dem Krieg zurückgekehrt. Nicht nur seine Verletzung, auch der Verlust seiner Frau, die kurz nach der Entführung ihres Kindes ums Leben kam, macht ihm zu schaffen. Er will alles dafür tun, dass ihm sein Sohn nicht noch einmal genommen wird. Dafür geht er notfalls auch über Leichen.
SIMON BECKETT hat seinen Thriller „Obession“ bereits im Jahr 1997 geschrieben. Viele Jahre bevor er mit seinen Büchern „Chemie Des Todes“ oder „Kalte Asche“ Beststeller auf den Markt brachte. Oft ist es so, dass die frühen Werke von Beststellerautoren zu Rate gezogen werden, wenn es spätere Bücher endlich ganz nach oben schaffen. Fast ebenso oft sind diese Vorgängerwerke nicht ganz zu Unrecht in der Versenkung geblieben. Anders bei „Obsession“.
SIMON BECKETT schreibt schon zehn Jahre vor seinen Erfolgsbüchern unheimlich spannend und hintergründig. Zwar ist von Anfang an klar, in welche Richtung die Handlung zwangsläufig steuern wird und trotzdem zittert man bis zum bitteren Ende, für wen die Geschichte doch noch gut ausgehen wird. Falls sie es tut.
Der Story möchte man gerne Unglaubhaftigkeit bescheinigen. Die herbeigerufenen Polizisten verhalten sich sträflich ignorant und auch das Jugendamt schert sich nicht im Geringsten um seine Aufgabe, den autistischen Sohn von Ben zu retten. Alles an den Haaren herbeigezogen? Die Nachrichten berichten leider anderes.
„Obsession“ ist also ein spannendes und gar nicht so realitätsfernes Buch, das sich zwar gut durchliest, aber an keiner Stelle platt wirkt.

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Freya
Freya

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