MILAN PAWLOWSKI: Kainsengel

Cover
VERLAG
novum Verlag
VERÖFFENTLICHUNG
01.11.2008
ISBN
3850225127

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MILAN PAWLOWSKI bezeichnet sich selbst als Dichter, Filmemacher, Poet, verliebter Narr, Prophet, Denker, Lebemann, Bastler, Träumer, Künstler, und bewegt sich in seinem Roman "Kainsengel" zwischen den Welten – den Welten des Bewussten, der alltäglichen Realität, und der Welt des Unbewussten, der Traumwelt. Dort durchlebt der Protagonist Szenarien, die ihre Wurzeln im Alltag haben und die er nun hier, in der Welt der Träume, besser zu verarbeiten und zu bewältigen vermag als in der ihn oftmals zu sehr belastenden reellen Welt.

Sehr fantastisch und actionreich schildert PAWLOWSKI dabei die Situation, die Handlungen der einzelnen – fantastischen – Personen dieser Traumwelt.
Und der Protagonist mittendrin – oftmals selbst völlig überrascht, fast überrollt, und nichts ahnend mit hineingezogen in den Strudel der Ereignisse.
PAWLOWSKI spielt in seinem Roman bewusst mit den Ebenen des Seins und des Scheins – und man ist sich als Leser selbst bisweilen nicht ganz sicher, in welcher Welt sich das Geschehen gerade abspielt.
Auf ein Happy End darf der Leser nicht hoffen, dieses hätte der Intention des Autors nicht entsprochen. So bleibt eine aufgebrochene Atmosphäre übrig, die den Schluss des Romans und auch den Leser prägt.

Leseprobe:
Prolog
30. Juni 1908
Zentralsibirien

Zeugen vernehmen in der Nähe der Steinigen Tunguska, einem Nebenfluss des Jenissei, eine gewaltige Explosion.
6000 km² Kiefernwald wurden durch die Druckwelle niedergestreckt. Der Lärm war in einem Umkreis von 1000 km zu vernehmen, und die gesamte Erde erbebte. Anwohner im Umkreis von 65 km rissen sich die Kleider vom Leib, da sie glaubten, sie würden brennen. Und die Transsibirische Eisenbahn wurde durch die Erschütterungen beinahe zum Entgleisen gebracht.
Augenzeugen sahen ein längliches Objekt vom Himmel herabfallen, das in bläulich-weißem Licht leuchtete. Einer zwanzig Kilometer hohen Lichtsäule folgte eine schwarze, pilzförmige Wolke. In den darauffolgenden drei Nächten war es in ganz Europa so hell, dass man im Freien Zeitung lesen konnte. In Kalifornien wurde eine lang anhaltende Verringerung der Sonnenstrahlung registriert.

Noch immer ist das Tunguska-Ereignis nicht geklärt. Theorien reichen von nuklearen Explosionen bis hin zum Absturz außerirdischer Raumschiffe. Die offiziell anerkannte Erklärung ist das Eintreten eines Asteroiden oder Kometen mit 100 000 km/h in die Erdatmosphäre, der durch die starke Erhitzung kurz vor der Oberfläche explodierte und somit keinen Einschlagkrater erzeugte.

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AUTOR

Carola
Carola

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