MARK BENECKE, LYDIA BENECKE: Vampire Unter Uns, Band II, Rh. Neg.
„Sie fühlen sich lebenslang als Fremde in einer für sie teils nur schwer erklärlichen Welt. Anstatt aber mit Muskelkraft und Gebrüll eine Schneise zu schlagen, ziehen sie lieber auf dem im vorigen Band „Vampire unter uns! Band 1“ beschriebenen, samtenen Pfad durch die Wirren der Welt – ziemlich genau so wie die Elben in ‚Herr Der Ringe’“. DR. MARK BENECKE
Auch für den zweiten Band von „Vampire Unter Uns!“ gilt: Es gibt sie wirklich und sie leben mitten unter uns. Während DR. MARK BENECKE und LYDIA BENECKE im ersten Band von hauptsächlich auf Themen zurückgriffen, die ursprünglich ausschließlich für die Mitglieder der „Transylvanian Society Of Dracula“ bestimmt waren, vertiefen sie das Thema Vampirismus im zweiten Band nun durch weitere und tiefer gehende Gespräche mit Menschen, die tagtäglich als sogenannte „Real-Life-Vampyre“ leben. In mehreren Interviews geben die Vampire erstaunlich viel und offen Auskunft über ihr Leben, Denken und Handeln.
Auch an diesem Buch haben sich weitere Autoren beteiligt. So steuert zum Beispiel FRATER MORDOR einige Gedanken zum Thema „Vampirismus In Deutschland“ bei.
FRATER MORDOR ist Schriftsteller und Künstler, der sich unter anderem „… wissenschaftlich und unter Einbezug von Naturgesetzen, Psychologie und Medizin mit Themen wie Magie, Okkultismus, Vampirismus, auseinander …“ setzt. („Vampire Unter Uns! Band 2, Seite 23)
Interessant ist auch das Interview, das der Journalist BERND HARDER vom „Skeptiker-Magazin“ mit dem Kriminalbiologen DR MARK BENECKE und der Psychologin LYDIA BENECKE führte. Gemeinsam sprechen sie über das Thema „Vampire Ohne Bis(s)“. Hierbei geht es um die Vampir-Szene, BRAM STOKERS Dracula, die „neuen“, in der Sonne glitzernden Vampire und ob durch sie eine „Gefahr für Jugendliche“ besteht.
Daran anschließend folgt ein Kapitel, das sich „Gedanken zur Gothic- und Vampyr-Subkultur aus psychologischer Sicht“ widmet. Hierin werden erneut die bereits im ersten Buch aufgegriffen Fragen, ob Vampirismus eine psychische Störung ist, ob er im Rahmen der Gothic-Subkultur verstärkt vorkommt oder ob die Subkultur im Allgemeinen überwiegend eine Szene für Menschen mit psychischen Störungen ist, erörtert. LYDIA BENECKE ist Psychologin mit dem Interessenschwerpunkt auf Norm abweichenden sexuellen Vorlieben, sowie Persönlichkeits- und Traumastörungen. Und als wäre dies nicht schon Grund genug sich mit dem Thema „Vampirismus“ auseinander zu setzen, kennt sie die allgemein herrschenden Vorurteile, dass alle „Gothics“ psychisch gestört, labil und selbstmordgefährdet seien nur zu gut, da sie sich, ebenso wie ihr Mann, in dieser Subkultur bewegt. Nicht zuletzt deshalb hat sie sich mit dem Thema Vampirismus und dessen Zusammenhang mit der Gothic-Szene besonders auseinander gesetzt. Die bereits aus Band 1 bekannten Ergebnisse wurden stark überarbeitet und um die neusten Forschungsergebnisse ergänzt. Damit für die Leser nachvollziehbar wird, was, wie und warum gefragt wurde, um an diese Ergebnisse zu gelangen, bildet ein von LYDIA BENECKE zusammengestellter Fragebogen, den sie an mehrere Vampyre versendet und ausgewertet hat, den Abschluss des kleinen Buches mit 158 Seiten.
Erneut ist es den Beiden gelungen ein interessantes Werk zu schaffen, dass die Leser in eine faszinierende, fremde Welt mitnimmt, deren Existenz den meisten Menschen nicht bekannt ist.






